Filseck Bilanz zum Sommerfestival auf Schloss Filseck

Einer der Höhepunkte des Sommerfestivals war der Auftritt von Canadian Brass.
Einer der Höhepunkte des Sommerfestivals war der Auftritt von Canadian Brass. © Foto: Carlucci
Uhingen / maz 31.07.2018
5300 Besucher sahen die zehn Konzerte des Sommerfestivals. Dessen Leiter Gerald Buß ist rundum zufrieden.

Zwei Mal ganz, einmal fast ausverkauft – auch wenn mit 5300 Besuchern das Vorjahresergebnis um 400 Tickets verfehlt wurde, zieht Gerald Buß, der Künstlerische Leiter des Sommerfestivals Schloss Filseck, ein positives Fazit der neuntägigen Konzertreihe.

Zum Auftaktkonzert kamen 680 Gäste zu Canadian Brass, knapp 500 Besucher wollten die musikkabarettistische Lesung des Tubisten Andreas Hofmeir sehen. Und immerhin noch 170 Leute lauschten der feinen Jazzdarbietung des Jochen-Feucht-Trios. Je einmal war die Bürenhalle (Morgenvorstellung des Kindermusicals) und der Schlosshof (Abschlusskonzert) ausverkauft, beinahe voll war das abwechslungsreiche A-cappella-Konzert von The Real Group aus Schweden. 350 Besucher in der Oberhofenkirche erlebten den eindrucksvollen Kontrast zwischen den Werken des Barockkomponisten Johann Sebastian Bach und dem Zeitgenossen Eric Whitacre. Und immerhin 450 Besucher wollten die Wiener Weltmusik des umjubelten Cobario-Trios sehen.

Das Wetterglück hatten die Veranstalter – wie schon häufiger – anfangs nicht auf ihrer Seite: Die Eröffnung am Samstag fand in der Bürenhalle statt, das Sonntagskonzert musste vorzeitig abgebrochen werden, während am Montag das Musical zwei Mal bei strahlendem Sonnenschein in der Halle stattfand. „Es war einfach zu warm, wir wollten nicht, dass die Kinder auf der Bühne kollabieren“, erklärt Gerald Buß. Außerdem, so der Festivalleiter, sei für 11 Uhr ein Gewitter vorhergesagt gewesen – das dann aber doch einen Bogen um Filseck machte.

Imponiert habe Buß die „unglaubliche Spielfreude und Präzision“, mit der das junge Wiener Trio Cobario zu Werke ging, aber auch „die technische Präsenz, mit der Canadian Brass auf höchster Qualitätsstufe“ musiziere, hat ihn beeindruckt. Beim Schlusskonzert habe Weltstar Martin Grubinger demonstriert, was mit Perkussion physisch und technisch umsetzbar sei. Er könne nachvollziehen, dass Besuchern bei manchen Stücken die Melodie gefehlt habe, doch Gerald Buß ist überzeugt: „Das positive Erstaunen hat überwogen.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel