Bilanz Bilanz der Freilichtspiele Adelberg

Der Auftritt des Jazztrompeters Nils Wülker war einer der Höhepunkte der Freilichtspiele.
Der Auftritt des Jazztrompeters Nils Wülker war einer der Höhepunkte der Freilichtspiele. © Foto: Sabine Ackermann
Adelberg / Marcus Zecha 24.07.2018

Wenn Freilichttheater wetterbedingt in der Halle stattfinden muss, ist das immer bedauerlich. Doch beim Umzug der Burgfestspiele Ettlingen ins Uditorium (siehe Aufmacher) hatte Bürgermeisterin Carmen Marquardt doppelt Grund, sich zu ärgern, hatte sie doch eine Wette laufen, dass alle fünf Veranstaltungen im Klosterhof stattfinden würden. Bis zuletzt hatte es auch gut ausgesehen: Die ersten vier Vorführungen konnten durchweg bei guter Witterung auf der Klosterwiese ausgetragen werden. Nur am Sonntag regnete es.

Marquardt ist dennoch zufrieden mit den Freilichtspielen 2018, nicht nur wegen der begeisterten Reaktionen auf den Shakespeare-Abend. 2400 Besucher und damit etwas mehr als im Vorjahr besuchten die drei Konzerte, das Kindertheater und die Klassiker-Inszenierung.

Besuchermagnet war wieder mal das ausverkaufte Konzert der Lumberjack Bigband mit Sänger Max Mutzke und Jazztrompeter Nils Wülker, das mehr als 800 Menschen nach Adelberg lockte. Zum Musikcomedy-Abend mit „Die Füenf“ und Bernd Kohlhepp kamen immerhin noch gut 400 Besucher, so viele wie zum Kindertheaterstück „Oh wie schön ist Panama“. Etwas weniger wollten die Hommage an Whitney Houston sehen. Und nur 250 bis 300 Besucher erlebten zum Abschluss den Shakespeare-Abend. Für Carmen Marquardt nichts Neues: „Klassiker sind für uns meist teurer als Konzerte.“ Und meist kämen nicht so viele Besucher, wie nötig wäre, um die hohen Kosten aufzufangen. Generell sei das Problem, „dass wir nicht die ganzen Kosten auf die Tickets umlegen können“. Im Vorjahr musste deshalb ein kleiner Fehlbetrag verzeichnet werden, zuvor sei man jedoch immer im Plus gewesen, betont Marquardt. Dabei halfen auch die Getränkeverkäufe, inzwischen erweitert um Cocktails, das Essensangebot und die Freilichtspiel-Zeitung mit, ein mögliches Defizit in Grenzen zu halten.

Programmatisch wird sich 2019 wenig ändern. Geplant sind wieder Konzerte und ein Kindertheaterstück, das neben Vorschülern und Schülern auch Kindergartenkinder ansprechen soll. maz

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