Auf den Hinweis eines Informanten wurde ein bisheriges Lager für verpackte Lebensmittel im Mittleren Filstal am Freitag durch Amtstierärzte, Lebensmittelkontrolleure sowie Vollstreckungsbeamte des Veterinäramtes und die Polizei überprüft.

Fischvertrieb hatte keine Zulassung

Ein hier bislang unbekanntes Unternehmen mit Sitz in Pforzheim ohne lebensmittelrechtliche Registrierung oder Zulassung hatte dort einen Fischvertrieb begonnen. Die Fisch- und Fischerzeugnisse wurden teils mit LKW direkt aus dem Ausland angeliefert, umverpackt und weiter vertrieben. Die betroffenen Räumlichkeiten entsprechen weder den hygienischen Anforderungen für einen Umgang mit offenen Lebensmitteln noch den besonderen Hygienevorgaben für Fisch, teilt das Amt in einer Pressemitteilung mit.
So ist beispielsweise der Umpack- und Verarbeitungsbereich auch nicht vor einem Eindringen von Schadnagern geschützt. Verpackungsmaterial mit erfahrungsgemäßem vorherigen Handkontakt von Mitarbeitern berührte offene Fischerzeugnisse. Stinkende Fischreste wurden im Umpackbereich vorgefunden. In der Tiefkühlzelle befanden sich offene Fischerzeugnisse gemeinsam mit Dönerspießen, Geflügelfleischerzeugnissen und vermeintlichen Retourware sonstigen unhygienischen Gegenständen.

7,5 Tonnen Lebensmittel müssen entsorgt werden

Infolge der Kontaminations- und Gesundheitsrisiken sowie teils unklaren Lieferwege wurden die vorgefundenen Lebensmittel von etwa 7,5 Tonnen als nicht für den menschlichen Verzehr geeignet beurteilt und vor Ort versiegelt, der Fisch soll nun entsorgt werden. Ebenso wurde der unzulässige Umgang mit Fisch in den ungeeigneten Räumlichkeiten untersagt. Die Verantwortlichen haben zudem mit einer Strafanzeige zu rechnen.
Ein Verfahren zur Veröffentlichung der Verstöße unter Benennung des Lebensmittelunternehmens wurde ebenso eingeleitet.