Versammlung Beteiligte erläutern ihre Positionen

Albershausen / Tobias Flegel 06.09.2018

Erstmals in der Geschichte von Albershausen gibt es Ende kommender Woche einen Bürgerentscheid. Die etwa 3500 Wahlberechtigten der Gemeinde sind am 16. September aufgerufen darüber abzustimmen, ob das sogenannte „Jedermannswiesle“ bebaut werden soll oder nicht. Auf der rund 40 Ar großen Wiese möchte die Gemeinde neue Bauplätze ausweisen, was eine Bürgerinitiative verhindern will.

Vor der Abstimmung am Sonntag informieren Vertrauenspersonen, Gemeinderäte und der Bürgermeister die Einwohner des Ortes über den Bürgerentscheid. Die Versammlung in der Mensa der Albert-Schweitzer-Schule am
11. September beginnt um 19.30 Uhr. Zunächst nehmen die Vertrauenspersonen Stellung zu der Abstimmung, danach erläutern Vertreter des Gemeinderats und das Ortsoberhaupt Jochen Bidlinmaier ihre Meinung. Anschließend kann jeder Einwohner drei Fragen an die Vertrauenspersonen, Räte und den Bürgermeister stellen. Den Befragten wiederum bleiben fünf Minuten Zeit für eine Antwort. Die Einwohnerversammlung leitet die neutrale Moderatorin Susanne Zettl-Röhrer.

Die Bürgerinitiative „Pro Jedermannswiesle“ will die Bebauung des Grundstücks verhindern, weil sie die „grüne Oase mit den vierzig Jahre alten Bäumen, den Vögeln und dem Kleingetier im Gebüsch“ in dem Ortsteil erhalten will. Der Zusammenschluss argumentiert, die Gemeinde schaffe demnächst in Gebieten wie dem „Höfelbett“ und in der Fuchseckstraße mit über 60 Wohnungen genügend neuen Wohnraum. Auf der anderen Seite weist die Gemeinde darauf hin, dass sie ohne die Einnahmen aus dem Verkauf der Wiese möglicherweise Hebesätze oder Gebühren erhöhen muss.

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