Kreis Göppingen Bestand an Wohnungen steigt gering

Der Bedarf an Neubauwohnungen ist groß.
Der Bedarf an Neubauwohnungen ist groß. © Foto: Martin Kalb
Kreis Göppingen / sus/zds 15.02.2018
Der Bestand an Wohnungen im Landkreis Göppingen ist 2016 um 0,6 Prozent gewachsen, das entspricht 707 Einheiten.

Ein Markt in Schieflage: Hunderttausende Wohnungen fehlen, gleichzeitig stehen Millionen leer, viele Alleinstehende bewohnen eine zu große und Familien viel zu kleine Wohnungen.

Im Kreis Göppingen gab es zum Jahreswechsel 2016/2017 laut Fortschreibung der amtlichen Statistik insgesamt 120.275 Einheiten jeder Art und Größe. Das ist ein Wohnungsplus gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent. Vier Jahre zuvor (2012) hatte die Zahl noch bei insgesamt 117.899 Wohnungen gelegen.

Gut geschnitten, hell, in toller Lage, mit Balkon oder Garten - so wünschen sie viele ihre Traumwohnung. Welche der 120.275 vorhandenen Wohnungen im Kreis Göppingen diesem Ideal nahekommen, wird statistisch nicht erfasst. Der größte Traum vieler ist und bleibt das Eigenheim: 36.037 davon gibt es mittlerweile bei uns. Preiswerter dürfte das Wohnen demgegenüber in einem der 9094 Mehrfamilienhäuser sein. Hierunter fallen alle Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen.

Begehrt sind zudem große Wohnungen mit fünf Räumen (einschließlich Küche) und mehr. Davon hatte es im Kreis Göppingen zum Jahreswechsel 2016/2017 insgesamt 56.171, ein Anteil von rund 46,7 Prozent an allen vorhandenen Wohnungen. Weitere 33.769 Wohnungen (28,1 Prozent) verfügten über vier Räume, 21 283 Wohnungen (17,7 Prozent) waren Dreiraumwohnungen, 6955 (5,8 Prozent) verfügten über zwei Räume und 2097 über einen Raum (1,7 Prozent).

Rund 91,7 Quadratmeter groß ist derzeit die bundesweite Durchschnittswohnung (einschließlich Wohnungen in Wohnheimen), macht 46,5 Quadratmeter pro Kopf. Dies  geht aus der Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestands des Statistischen Bundesamtes weiter hervor. Im Jahr 2000 dagegen lag die Pro-Kopf-Wohnfläche bundesweit noch bei nur 39,5 Quadratmetern.