Kreis Göppingen Bessere Versorgung am Lebensende

Kreis Göppingen / PM 06.11.2015

Der Bundestag hat gestern das Hospiz- und Palliativgesetz verabschiedet. Damit verbesserten sich die Rahmenbedingungen für stationäre Hospize und Krankenhäuser entscheidend, teilt die SPD-Abgeordnete für den Landkreis und stellvertretende Sprecherin der AG-Gesundheit in der SPD-Bundestagsfraktion, Heike Baehrens, mit. Weil jedoch stationäre Pflegeeinrichtungen nur unzureichend berücksichtigt würden, habe sie bei der Verabschiedung des Gesetzes eine persönliche Erklärung abgegeben, teilt Baehrens mit. "Damit möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die stationäre Pflege strukturell gestärkt werden muss, um mehr Zeit für die fürsorgliche Begleitung am Lebensende zu bekommen. So könnte in vielen Fällen auch eine Verlegung ins Krankenhaus vermieden werden", so die Abgeordnete.

Das neue Gesetz ziele darauf ab, Menschen am Ende ihres Lebens besser und individueller zu betreuen, "ihre Schmerzen zu lindern und ihnen Ängste zu nehmen", erklärt Baehrens. "Gerade Schwerkranke und sterbende Menschen brauchen in ihrer letzten Lebensphase noch mehr menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung als andere Patienten", so die Abgeordnete.

Mit dem gestern verabschiedeten Gesetz werde die Hospiz- und Palliativversorgung ein ausdrücklicher Bestandteil der Regelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen werden künftig verpflichtet, die Patienten bei der Auswahl von Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung individuell zu beraten. Außerdem würden stationäre Hospize für Kinder und Erwachsene finanziell besser ausgestattet und die Palliativversorgung in den Krankenhäusern gestärkt. Das Hospiz- und Palliativgesetz stärke vor allem auch die ambulanten Hospizdienste. Sie bekämen zum Beispiel künftig neben den Personalkosten auch die Sachkosten bezuschusst, etwa die Fahrtkosten für ehrenamtliche Mitarbeiter.

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