Ehejubiläum Beim Silvestertanz hat es gefunkt

Ein strahlendes Jubelpaar: Elisabeth und Josef Emling feiern Diamantene Hochzeit.
Ein strahlendes Jubelpaar: Elisabeth und Josef Emling feiern Diamantene Hochzeit. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
Salach / Ulrike Luthmer-Lechner 30.08.2018

Popovac im ehemaligen Jugoslawien war zufällig die gemeinsame Heimat von Elisabeth und Josef Emling. 1944 reiste Josef mit seinen Eltern aus, zunächst in die Steiermark und ins Allgäu. Seine Familie wurde inzwischen in Salach sesshaft und baute 1954 dort in der „Paprika­siedlung“ ein eigenes Haus. Josef kam nach seiner Ausbildung als Bäcker nach.

Im selben Jahr siedelte die 17-jährige Elisabeth mit ihrer Familie um. Nach einer Odyssee durch verschiedene Regionen wurden sie schließlich ins Haus Emling in Salach eingewiesen. Das Schicksal hatte die Karten gemischt. Der damals 24-jährige Josef fasste sich ein Herz und lud das hübsche Mädchen zum Silvestertanz ein. „Dabei hat es gefunkt“, erinnert sich der heute 84-Jährige.

„Sie war so lieb, das hat mir gleich gut gefallen“, erzählt Josef Emling lachend. Dann ging alles ganz schnell. Pfingsten 1958 wurde Verlobung gefeiert und im August besiegelte das Brautpaar zunächst vor dem Standesamt und am Nachmittag vor dem Altar der örtlichen St.-Margaretha-Kirche seine Liebe. „Ich war eine weiße Braut“, erzählt Elisabeth Emling. „Und nach der kirchlichen Trauung sind wir mit hundert Gästen und einer Musikkapelle voraus ins Gasthaus gelaufen“, fügt sie hinzu.

Ein Jahr später kam Tochter Rosemarie zur Welt, gefolgt von Sabine und Brigitte und schließlich 1974 Sohn Michael. „Inzwischen haben wir elf Enkel und sieben Urenkel, zwei weitere sind unterwegs“, erklärt die stolze Oma und Uroma. Mit Kindererziehung und Haushalt hatte die leidenschaftliche Köchin und Kuchenbäckerin alle Hände voll zu tun, während ihr Ehemann in der Färberei bei der Kammgarnspinnerei Schachenmayr angestellt war.

Die quirlige Seniorin engagiert sich im Kreis Katholischer Frauen, ist in der Nachbarschaftshilfe aktiv und hat ein Faible für Handarbeiten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann hegt und pflegt sie den Hausgarten und längst ließ er sich im „Dätsch m’r“ Club einreihen. „Dätsch m’r des erledigen“ – wenn seine Frau ihn bittet, ist Josef sofort eilfertig unterwegs. Mit der engsten Familie (das sind mehr als 50 Personen) wird die Diamantene Hochzeit  gefeiert. Nie haben beide bereut, sich das Ja-Wort gegeben zu haben. „Wir waren immer glücklich“, betont das Paar mit einem strahlenden Lächeln.

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