Ermittlungen Baumdiebe wurden beobachtet

Hattenhofen / Jürgen Schäfer 01.12.2018

Kräftiger Hoffnungsschimmer für Georg Gallus jun., dem ein Weihnachtsbaum aus seiner Plantage gestohlen wurde, den er für 1800 Euro nach London verkauft hätte. Gestern erfuhr er: Zeugen haben am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr gesehen, wie ein Trupp mit einem „Baggerle“ und einer Art Greifer einen Baum aus eben dieser Plantage herausholte und über Feldwege wegbrachte. Diese Zeugen waren von Zell zu Fuß nach Hattenhofen unterwegs und wunderten sich, dass um diese Zeit hier gearbeitet wurde. Sie fragten sich sogar, ob das Diebe seien. Aber weil diese Leute, den Stimmen nach eher junge Männer, professionell und geschäftig agierten, den Baum mit dem Baggerarm aus der Plantage herauszogen, dann den Bagger drehten und schnurstracks den Weg hinab ins Butzbachtal rollten, sich dabei keineswegs leise benahmen, sondern „palaverten“, also keine Spur von Heimlichkeit, wurde ihr Verdacht zerstreut. Sie dachten: Gallus müsse an diesem Sonntagabend liefern.

Die Zeugen glauben nicht, dass die Männer  sie bemerkt haben. Die waren ein Stück weg, als sie den Baum aus der Plantage holten, und waren dann auch schnell außer Sichtweite. Und als die Zeugen auf dem Weg nach Hattenhofen weiterliefen, sahen sie, wie die Männer im Tal wieder auftauchten. „Das ging ruckzuck“, sagen sie, ein Motorengeräusch ist ihnen nicht aufgefallen. „Der Bagger war nicht laut.“ An einem Bänkle im Tal, wo schon das erste Haus der Bruckwiesensiedlung steht, stoppten die Männer und verluden den Baum auf ein Gefährt. Vermutung der Zeugen, die dann gar nicht mehr an diese Szenerie dachten: Der Transport ging zur Bruckwiesensiedlung und dann durch Hattenhofen. Gallus hat die Hoffnung:  „Vielleicht hat sie jemand im Ort gesehen.“ Er erhöht gleich mal die Belohnung von 500 auf 1000 Euro.

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