Haushalt Baugebiet und Hochwasserschutz

Hans Steinherr 22.02.2017

Mit geringfügigen Nachbesserungen gegenüber dem im Januar eingebrachten Entwurf beschloss jetzt der Gemeinderat Schlat den Haushalt für das Jahr 2017. Es ist der erste Haushalt, der nach dem seit 1. Januar 2009 geltenden Gesetz zur Reform des Gemeindehaushaltsrechts erstellt wurde und anstelle der bisherigen sogenannten Kameralistik, einer Buchführung mit Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanzierung, auf kommunaler Doppik mit Finanz- und Ergebnisrechnung basiert.

Nachbesserungen seien aufgrund bautechnischer Belange notwendig geworden und weil die Bildung von Haushaltsresten im neuen System nicht mehr zulässig sei, erklärte Schlats Bürgermeisterin Gudrun Flogaus. Um 220 000 Euro höhere Erlöse aus Grundstücksverkäufen gegenüber dem eingebrachten Entwurf weist der Haushalt 2017 auf. Zugleich 200 000 Euro Mehrausgaben bei Grundstückskäufen im Baugebiet „Süßener Wiese II“. Die Käufe hätten ursprünglich noch im Jahr 2016 erfolgen sollen. Bürgermeisterin Flogaus: „Neue Investitionsmaßnahmen sind nicht hinzugekommen. Vordringlich beschäftigen wird sich die Gemeinde im Jahr 2017 mit dem Baugebiet ‚Süßener Wiese II’ und mit Hochwasserschutzmaßnahmen.“

Bedingt durch die buchungstechnisch bedingten Nachbesserungen weist der Schlater Haushalt nun lediglich noch rund 443 000 Euro an liquiden Eigenmitteln aus. Das sind 130 000 Euro weniger als noch im Entwurf zu Buche stand. Bis zum Jahr 2020 werden die vorhandenen Eigenmittel weiter abnehmen. Um dann noch über eine vom Gesetz vorgeschriebene Mindestreserve verfügen zu können, will die Gemeinde aber erst in drei Jahren einen Kredit in Höhe von 100 000 Euro aufnehmen.

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