Landwirtschaft Bauer rühmt die tiergerechte Haltung

Die Kinder hatten beim Fest auf dem Rauhwiesenhof in Roßwälden ihren Spaß.
Die Kinder hatten beim Fest auf dem Rauhwiesenhof in Roßwälden ihren Spaß. © Foto: Sabine Ackermann
Sabine Ackermann 18.09.2017

Einen besseren Zeitpunkt hätten sich Manuela und Jonas Keyl kaum heraussuchen können, um im Rahmen der „Gläsernen Produktion“ ihren Hof vorzustellen. Dass sich in den vergangenen Jahren einiges getan habe, davon konnten sich mehrere hundert Interessierte ein Bild machen. Gewachsen und modernisiert um einen Reitplatz sowie einen Pferde- und Hühnerstall, standen insbesondere die Freilandhühner im Fokus, auch wegen des Insektizid-Skandals mit Fipronil im Hühnerei.

Auch die älteste Roßwälderin, Elfriede Müller, schaute in Begleitung ihrer Tochter Brunhilde und des Schwiegersohnes Günther Gumhold vorbei. Am liebsten mag sie Spiegel- oder Rührei, „und ganz besonders, wenn man weiß, wo’s herkommt“, sagte die 97-Jährige.

Rund 5000 Eier produzieren die Hühner am Tag, berichtete Jonas Keyl. Wenige Meter entfernt erläutert Gertrud Schiele vom Landwirtschaftsamt Göppingen das Drumherum ums Ei. Neben der Erklärung des Erzeugercodes, sind es außerdem Lagerung, Hygieneregeln bei der Zubereitung, Haltbarkeit, Frischetest sowie die vielen Nährstoffe und Vitamine auf die es ankommt.

„Wir sind schon lange Kunde, lassen uns die Eier nach Kirchheim liefern“, verraten Doris und Klaus Schmitt. Das Ehepaar besichtigte die neuen Ställe und die Produktionshalle. Zu sehen gibt es einiges. Etwa 36 Hektar sei der Rauhwiesenhof groß, die Fläche bestehe aus etwa zwei Drittel Acker und einem Drittel Grünland, verrät Jonas Kreyl. Zudem gebe es eine Pferdepension mit 38 Pferden, einer Reithalle sowie einem Reitplatz und einen Freilandhühnerstall. „Alle Hennen wohnen besonders tiergerecht, das heißt, sie haben bis zu 50 Prozent mehr Platz und sie genießen im eigenen Wintergarten Sonne, frische Luft, laufen auf eingestreutem Stroh und Sand und bekommen so alle Jahreszeiten mit, sagt Kreyl.