Wirtschaft Bauarbeiter protestieren in Berlin

Kreis Göppingen. / SWP 04.05.2018

Auf den heimischen Baustellen herrscht „dicke Luft“, so die Bau-Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Die Stimmung unter den rund 3490 Bauarbeitern im Landkreis Göppingen sei „denkbar mies“: „Vom Maurer bis zum Kranführer – alle sind stinksauer. Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen zum Scheitern geführt. Das bringt den Bau zum Brodeln“, sagt der IG-Bau-Bezirksvorsitzende Mike Paul. Aus dem Kreis Göppingen werde sich deshalb am kommenden Montag eine Bauarbeiter-Delegation auf den Weg nach Berlin machen, um beim zentralen Bau-Protest in der Hauptstadt „ordentlich Frust abzulassen“.

Und das direkt da, wo sich die Schlichtungsrunde trifft: „Drinnen werde Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement als Schlichter versuchen, die Arbeitgeber zu einem fairen Angebot zu bewegen. Draußen werde die Bau-Delegation aus dem Landkreis Göppingen laut und deutlich sagen, was sie will. Da ist mächtig Druck auf dem Kessel. Und den Druck lassen die Bauarbeiter in Berlin ab“, so Mike Paul. Im Moment prallten „der Kampf um die besten Köpfe auf eine ‚Betonkopf-Geiz-Mentalität‘ der Bauarbeitgeber“.

Ausdruck dafür sei das jüngste Scheitern der Bau-Tarifverhandlungen, bei der die IG Bau ein Lohn-Plus von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert hat. Ebenso ein 13. Monatseinkommen für alle Bauarbeiter. „Für die Zukunft ist auch wichtig, dass Bauarbeiter die Anfahrt zur Baustelle bezahlt bekommen.“

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