Göppingen / Ruben Wolff  Uhr
Ein ICE musste am Mittwoch gegen 15.50 Uhr kurz vor dem Bahnhof in Göppingen einen Nothalt einlegen. Der Lokführer hatte ein Kind an der Bahnstrecke gesehen und kurz darauf einen lauten Knall gehört. Nach jetzigem Ermittlungsstand gab es keine Verletzten.

Zuerst hatte der Triebfahrzeugsführer das Kind gesehen und kurz darauf einen lauten Knall gehört. Offenbar hatte es einen Stein auf den Zug geworfen. Der Lokführer stoppte den ICE sofort. Wie ein Polizeisprecher der GEISLINGER ZEITUNG berichtet, hatte der Lokführer befürchtet, dass das Kind bei einem Unfall vielleicht sogar verletzt worden war.

Polizisten hatten einen Helikopter mit Wärmebildkamera eingesetzt und den ICE untersucht. Schnell konnten die Beamten Entwarnung geben: „Wir haben kein Kind aufgefunden“, sagt der Polizeisprecher.

Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von Steinwurf aus

Für den lauten Knall, den auch Insassen gehört hatten, scheint es aber eine Begründung zu geben: „Wir haben an der Spitze des ICE eine Delle entdeckt“, sagt der Polizeisprecher. Nach den Aussagen den Zugführers und der Delle gehen die Ermittler von einem Steinwurf aus.

ICE nach München muss in Göppingen halten

Laut des Bahnsprechers hatte es sich um den ICE 597 gehandelt, der von Berlin nach München unterwegs war. Nach Abschluss der Untersuchungen der Polizei konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Der Zug ist wieder unterwegs.

Der Polizeisprecher hat diese Information inzwischen bestätigt.

Es ist bereits der dritte ICE, der innerhalb von eineinhalb Wochen vor dem Bahnhof in Göppingen halten musste:

Erneut ist in einem ICE kurz vor dem Göppinger Bahnhof die Brandmeldeanlage ausgelöst worden. Wieder soll es ein Reisender gewesen sein, der auf der Zugtoilette geraucht hat.

Wir berichten, sobald es neue Informationen gibt.

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Ein Zwischenfall an der Bahnstrecke bei Geislingen hatte 2017 für Aufregung gesorgt. Womöglich hatte ein Unbekannter die Züge mit Steinen beworfen. Zunächst war von Schüssen die Rede.