Der Vortrieb mit Sprengungen ruht seit mehr als zwei Monaten, das wird von der Bahn nicht dementiert. Mindestens seit 8. Dezember hat sich nichts mehr im so- genannten Zwischenangriff getan, der vom Stollen im Umpfental bei Gruibingen aus vorangetrieben wird. Bergabwärts haben die Sprengungen bei 731 Meter aufgehört, bergaufwärts bei 47.

Erläuterungen dazu gibt es von der Bahn bislang nicht, sie sollen aber kommen. Offenbar steht der Baustopp im Zusammenhang mit Prüfungen, ob die Tunnelbohrmaschine mehr Strecke machen kann, als die ursprünglich geplanten 2,7 Kilometer im unteren Abschnitt der 8,8 Kilometer langen Trasse. Seit mindestens einem Dreivierteljahr wird eine solche "Anpassung" untersucht, die unter anderem von geologischen Gegebenheiten abhängig ist.

Unterblieben ist bisher der Ausbau der Weströhre vom Umpfental aus. So bleibt die Option, diese Röhre bis in Höhe Umpfental ganz mit Maschine zu bohren. Unklar ist, warum auch der Vortrieb der Oströhre bergaufwärts gestoppt wurde. Dass die Maschine im Berg wendet, ist nie geplant gewesen, sagt die Bahn.