"Pflegefachkräfte müssen sich mehr Stimmrecht verschaffen, häufiger politisch agieren und mehr Mut und mehr Selbstwertgefühl haben." Mit diesen Worten forderte Heike Baehrens, Bundestagsabgeordnete des Landkreises Göppingen, angehende examinierte Altenpfleger an der Emil-von-Behring-Schule in Geislingen auf. Dort hatte Baehrens - sie ist Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags - über Neuerungen in der Pflege und in die geplante Reform der Ausbildung informiert. Grundgedanke sei eine Zusammenführung der Ausbildungsgänge in der Altenpflege. "Damit wollen wir gleichzeitig den Pflegeberuf aufwerten", so Baehrens in einer Pressemitteilung. Das neue Gesetz soll 2016 verabschiedet werden. Der erste Ausbildungsjahrgang könnte dann 2018 starten.

Die Abgeordnete machte deutlich, dass sich die Anforderungen in der Kranken- und in der Altenpflege verändert hätten. Die Pflegekräfte in Heimen müssten heute wesentlich höheren medizinischen Anforderungen gerecht werden und seien zunehmend gefordert durch viele alte und demenziell erkrankte Patienten.Baehrens räumte Schwachstellen in der Pflege ein. Die Pflegeschüler schilderten Probleme während ihrer Ausbildung, wie oft anfallende Überstunden, ungeplante Arbeitseinsätze sowie Unvereinbarkeit von Familie und Beruf durch Wochenendeinsätze.