Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die entsprechend überarbeitete Reha-Richtlinie beschlossen, Änderungen treten zum 1. April 2016 in Kraft. "Endlich wird das viel kritisierte zweistufige Antragsverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung abgeschafft", freut sich Baehrens, auch stellvertretende Sprecherin der AG-Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion und Berichterstatterin für Rehabilitation. Das "Formular 60", mit dem bislang in einem ersten Schritt das Verfahren eingeleitet und die Zuständigkeit bei der Krankenkasse geprüft wurde, wird es nicht mehr geben.

Jede Vertragsärztin und jeder Vertragsarzt kann ab April 2016 eine notwendige Rehabilitation direkt auf dem "Formular 61" verordnen. Die abschließende Genehmigung erfolgt weiterhin durch die Krankenkasse. Baehrens begrüßt, dass neben der deutlichen Erleichterung des Verfahrens zukünftig auch jene Ärzte verordnungsberechtigt sind, die nicht über eine rehabilitationsmedizinische Qualifikation und damit extra Genehmigung verfügen. "Hausärzte kennen ihre Patienten in der Regel am besten. Daher ist es gut, wenn sie eine Rehabilitation ohne bürokratische Hürden und verpflichtenden Zusatzqualifikationen verordnen können."