Asyl  Bad Ditzenbach erhält weitere Flüchtlinge

Das bisher vom Kreis angemietete Gebäude an der Bad Ditzenbacher Hauptstraße wird nicht nur außen, sondern auch innen gerichtet. 
Das bisher vom Kreis angemietete Gebäude an der Bad Ditzenbacher Hauptstraße wird nicht nur außen, sondern auch innen gerichtet.  © Foto: bwk
Bad Ditzenbach.   / Bernward Kehle 24.05.2017
Wie in anderen Kommunen im Landkreis Göppingen muss auch Bad Ditzenbach Wohnungen zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen bereitstellen.

Wie in anderen Kommunen im Landkreis Göppingen muss auch Bad Ditzenbach Wohnungen zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen bereitstellen. Eine Wohnung in der Mühlstraße 4/1 wurde von der Gemeinde angemietet und ist mit einer fünfköpfigen Familie belegt. Das sei jedoch nicht ausreichend, erklärte Bürgermeister Herbert Juhn in der jüngsten Gemeinderatssitzung, denn der Landkreis erwarte, dass Bad Ditzenbach weitere Personen unterbringe.

Aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen ist der Landkreis zur Zeit dabei, die Zahl der Gemeinschaftsunterkünfte zu reduzieren. Das betrifft auch das vom Landkreis angemietete Gebäude Hauptstraße 36/38, in dessen Erdgeschoss sich der „Treffpunkt Miteinander“ des Freundeskreises Asyl befindet. Im Gemeinderat wurde nun die Möglichkeit angedacht, das Gebäude künftig zur Anschlussunterbringung umzuwidmen. Wie Bürgermeister Juhn erklärte, sei der Eigentümer des Gebäudes bereit, das Haus im Innenbereich  zu sanieren. Somit könnten im Obergeschoss eine Wohnung für sechs Personen und unterm Dach eine für vier Personen eingerichtet werden. Die Gemeinde könnte dann die Wohneinheiten an zwei Familien weiter vermieten, sodass der Kommune im Optimalfall keine Kosten entstünden. Der Gebäudeeigentümer verlangt für beide Wohneinheiten zusammen monatlich 1000 Euro Kaltmiete auf Dauer von fünf Jahren mit der Option auf Verlängerung, damit die Sanierungs- und Umbaukosten refinanziert werden können, erklärte der Bürgermeister.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die von Bürgermeister Juhn vorgeschlagene Regelung zur Schaffung weiterer Anschlussunterbringungsmöglichkeiten.

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