Wer damit gerechnet hatte, dass es mit dem geplanten Weiterbau der neuen B  10 nun zügig vorangehen würde, hat sich möglicherweise zu früh gefreut. So ärgerlich das neuerliche Ping-Pong-Spiel um die Verantwortlichkeit für den noch nicht erteilten Gesehen-Vermerk des Bundesverkehrsministeriums auch ist: Als viel größerer Hemmschuh für eine rasche Planfeststellung könnte sich der Naturschutz erweisen. Nicht nur das in diesen Tagen angelaufene Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt im Land macht deutlich, welche wachsende Bedeutung dem Umweltschutz in der Gesellschaft zukommt. Sind beim Bau neuer Straßen erhebliche Beeinträchtigungen von  Schutzgebieten zu erwarten, wovon die Fachleute im Fall der B 10 ausgehen, kommt die EU-Kommission ins Spiel, die eine Ausnahmegenehmigung erteilen muss. Das kann dauern.

Neubau B10 dringend erforderlich

Die Menschen im Landkreis brauchen die neue B  10. Die Anwohner in den Ortsdurchfahrten hinter Gingen leiden. Und dem Klimaschutz ist sicherlich nicht damit gedient, wenn sich Autos und Lastwagen weiterhin im Schritttempo durch das Filstal schieben. Gerade weil so viele Interessen und Vorschriften zu berücksichtigen sind, ist die Politik gut beraten, die Planfeststellung zügig einzuleiten  – damit nicht weiter wertvolle zeit auf der Strecke bleibt.

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