Heiningen / INGE CZEMMEL  Uhr
Ungezählte Eingeborene, Ehemalige und Auswärtige feierten am Samstag fröhlich miteinander das 28. Heininger Starenfest, auf dem für Jung und Alt Unterhaltung und Kulinarisches geboten war.

"You've got a friend" - Arm in Arm geben die Besucher des Heininger Starenfestes beim letzten Lied der Band "Streetlife" noch einmal alles, was die Kehlen zu bieten haben. Was wäre das Leben ohne Freunde und was gibt es Schöneres, als mit ihnen gemeinsam zu singen, zu tanzen und zu feiern? Das Wohlgefühl auskosten bis zur letzten Sekunde, ist auch dieses Mal die Devise. Das "Nicht-nach-Hause-gehen-wollen" ist beim Starenfest Usus, wie die musikalische Eröffnung durch den Fanfarenchor der Freiwilligen Feuerwehr, die Eröffnungsansprachen und Begrüßungslieder der Kindergartenkinder.

Auch sonst gab es am Nachmittag auf der Bühne Bewährtes, wie die Tanzvorführungen von "Dance for Kids", den Fassanstich, Hip-Hop, Jazztanz und Musik vom Musikverein Heiningen-Eschenbach. Für das allumfassende leibliche Wohl sorgten wieder bestens die Vereine, für die Unterhaltung der Kinder-Clown Tom Bolton, die Spielstraßen und Bastelstationen von Feuerwehr, Lebenshilfe und Kindergärten.

Sogar das Wetter hielt sich an die "Alles-wie-immer-Regel", unterbrach pünktlich zum Starenfest die wochenlange Schönwetterperiode und stellte die Verantwortlichen vor die gewohnte Entscheidung: "Rein oder raus?" Wie fast immer entschied sich der "Festrat" mutig für draußen. So ein bisschen Wind kann doch rechte Staren nicht erschüttern. Mit vereinten Kräften hatten die Aufbaudienste am Vormittag dagegen gehalten und ihre Zelte und Pavillons trotz aller Widrigkeiten zum Stehen gebracht.

Kälte? Wofür gibt's Jäckchen? Außerdem hatte man ja mit "Streetlife" in weiser Voraussicht eine Band engagiert, die dafür bekannt ist, dass sie ordentlich einheizt. Berti-Jo Müller, Holgi Köller und Gerrit Funk hatten zur Verstärkung Timo Deininger (Guitar) und Alex Sauer (Drums) dabei und brannten, ohne "atemlos" zu werden, in der Streetlife-XXL-Version ein musikalisches Feuerwerk ab. Perfekt miteinander harmonierend, zelebrierten die fünf Vollblutmusiker Hits und Songs aus vier Jahrzehnten Pop- und Rock-Geschichte und machten die Tanzfläche zur "Twilight Zone". Die Musikrichtung sorgte für die eine oder andere kleine Diskussion und O-Töne wie: "Die wärat echt supper, wenn se au mal was von der Helene spiela dätat."