Gammelshausen Aus für Kompostplatz in Gammelshausen

SWP 05.03.2014
Der Gemeinderat folgte in der jüngsten Sitzung einhellig dem Vorschlag der Verwaltung, den kommunalen Kompostplatz zum Jahresende zu schließen.

Der Gemeinderat folgte in der jüngsten Sitzung einhellig dem Vorschlag der Verwaltung, den kommunalen Kompostplatz zum Jahresende zu schließen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass in der Nachbargemeinde Heiningen ein zentraler Grüngutplatz des Landkreises verwirklicht wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Bürgermeister Daniel Kohl erläuterte, dass gegen einen Weiterbetrieb des kommunalen Platzes oder dessen Ausbau zu einem Sammelplatz die immens hohen Kosten sprechen. Diese müssten nämlich betrieben werden, um der seit 2012 geltenden Bioabfallverordnung Rechnung tragen zu können. Ihre eigene Sprache sprechen in Gammelshausen auch die tatsächlich verarbeiteten Mengen des angelieferten Materials. Weit abgeschlagen hinter den Nachbargemeinden liege Gammelshausen mit weniger als 400 Kubikmetern. Der Grund liege auf der Hand: Die Lage des Platzes sei nicht optimal. Eine Anlieferung ist nur nach vorheriger Schlüsselabholung auf dem Rathaus möglich.

Ein Bürgervertreter brachte zum Ausdruck, dass er viele Reaktionen zum Thema Kompostplätze, die in den letzten Wochen landauf landab zu lesen waren, nicht verstehen kann. Manchen Dingen müsse man sich eben fügen, auch wenn man sie nicht immer hundertprozentig nachvollziehen könne.

Bürgermeister Kohl wies darauf hin, dass den Gemeinden für ihre Kompostplätze jährlich beste Werte bescheinigt wurden, die Einrichtungen aber aufgrund einer "Verordnung von oben" anscheinend aber wertlos seien. Deshalb sei man zum Handeln gezwungen.