Mittelstand Aufträge an die Göppinger Abgeordneten

Kreis Göppingen / SWP 29.09.2017

Die Wünsche der Mittelständler an die nunmehr drei Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis Göppingen sind vielfältig. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Kreisvorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Lothar Lehner, nach dem Wahltag unter seinen Mitgliedern gemacht hat.

„Wir erwarten bei der Regierungsbildung keine Hinterzimmerabsprachen, sondern einen vollkommen neuen Weg einer Bürgerregierung, die die Menschen dieses Landes bei der Erarbeitung eines Koalitionsvertrages in vollem Umfang mitbeteiligt“, äußert sich Lehner in einer Pressemitteilung.

Er pflichte dem Verbandspräsidenten Mario Ohoven bei, der „von der Bundeskanzlerin nach dieser tiefroten Karte durch die Wähler mehr Demut und ein offeneres Ohr für die Interessen der Mitte der Gesellschaft und des Mittelstandes als Rückgrat unserer Wirtschaft“ einfordert. „Wenn am Ende FDP und Grüne dazu beitragen, dass der Mittelstand wieder ins Zentrum der Wirtschaftspolitik gerückt wird, dann würde das unserem Land gut tun“, betont Lehner.

Der Coach und Seminarleiter Ulrich Semle aus Wäschenbeuren etwa fordert eine bürgernahe politische Arbeit für das mittelständische Unternehmertum im Kreis Göppingen und dazu über die gesamte Legislaturperiode konkrete Informationen über das Wirken als auch über erfolgreich umgesetzte Projekte. Die Regelungswut eindämmen, sich um die richtigen Kriminellen kümmern und endlich damit aufhören, die Autofahrer unnötig zu drangsalieren: Dies schreibt Ulrich Kohler aus Donzdorf, Geschäftsführer des EZA-Bildungsinstituts Stuttgart, den drei Abgeordneten Hermann Färber (CDU), Heike Baehrens (SPD) und Volker Münz (AfD) ins Gebetbuch.

Weitere Forderungen der Befragten sind eine Politik der etablierten Parteien, die sich an den Interessen der Bevölkerung orientiert, eine Reflexion der Asylpolitik sowie eine gerechte Verteilung der Steuerlast mit einer Entlastung der niederen Einkommen und die gerechte Verteilung des Steueraufkommens von oben nach unten. Ein anderer Punkt auf der Liste: eine konstruktive, schnelle und erneuernde Zusammenarbeit der Koalitionspartner für eine bildungsorientierte, digitale Zukunft.

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