FC Uhingen Auflösung als letzte Konsequenz

Uhingen / Ingrid Zeeb 22.08.2017

Eine finanzielle Schieflage, die ihren Ursprung in früheren Jahren habe, hat dazu geführt, dass sich der FC Uhingen mit dem FSV zusammenschließt. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich, bei der von 36 Mitgliedern 31 für die Vereins­auflösung stimmten. Fünf Mitglieder enthielten sich, eine Stimme wurde per Briefwahl abgegeben.

Jens Stopper, Regionaldirektor Unteres Filstal der Kreissparkasse, sagte, dass „der Verein in den Jahren vor der Amtsübernahme durch die jetzige Vorstandschaft in Schieflage“ geraten sei, heißt es im Hauptversammlungsbericht. Daraus sei ein sehr schlechtes Bankrating entstanden: „Eine Tatsache, die es der Kreissparkasse unmöglich mache, den FCU ohne substantielle Sicherheiten weiter zu unterstützen.“

Der FC-Vorsitzende Andreas Hänel sagte, „dass der Verein trotz konsequenter Maßnahmen zur Kostensenkung dennoch eine Unterdeckung erwirtschaftet“ habe. Seit 2014 habe man die  monatlichen Kosten um über 25 Prozent senken können, doch ohne Unterstützung der Bank reiche es nicht, den Verein auf stabilere Füße zu stellen.

Ein Problem ist das renovierungsbedürftige Clubhaus. Zum 30. September muss die Heizung außer Betrieb gesetzt werden, weil Vorschriften nicht mehr eingehalten werden. Es sei in der Vergangenheit versäumt worden, notwendige Reparaturen Stück für Stück vorzunehmen, und das räche sich jetzt, bedauerte Hänel.  Den Zusammenschluss mit dem FSV Uhingen bewertete er positiv: Die beiden Vereine würden sich in allen Belangen einwandfrei ergänzen und zusammen ein besseres und stabileres Vereinsgefüge bilden.

Es habe Diskussionen gegeben, so Andreas Hänel gegenüber der NWZ. Aber diese seien konstruktiv gewesen. „Ebenfalls als sehr positiv zu bewerten war die Tatsache, dass nicht nur jüngere Mitglieder aus dem Aktivenbereich, sondern auch viele langjährige Mitglieder die Fusion mit dem FSV befürworteten“, so Hänel. „Der FC kämpft – wie viele kleine regionale Vereine – um seine Existenzgrundlage. Seit ich die Vorstandschaft übernommen habe, war es nicht immer einfach, im Gegenteil, es gab viele Hürden zu überwinden und so manche schwierige Situationen zu bewältigen. Dennoch ist es uns bislang ganz gut gelungen das Rad am laufen zu halten.“

Was aber definitiv nicht mehr zu bewältigen sei, seien die aktuell anstehenden Probleme, insbesondere die Erneuerung der Heizung, so Hänel. Er schaut jetzt lieber nach vorne: „Wir freuen uns auf den Zusammenschluss, auf den neuen Kunstrasenplatz am Haldenberg und auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft.“