Schülerferienprogramm Auf der Suche nach dem Bachflohkrebs

Noch sind die Eimer der Forscher leer. Am Ende der Wanderung schwimmen darin Krebse und Würmer.
Noch sind die Eimer der Forscher leer. Am Ende der Wanderung schwimmen darin Krebse und Würmer. © Foto: Gudrun Eberlein
Peter Vater 25.08.2017
Kleine Flussforscher suchen im Schülerferienprogramm nach den Bewohnern des Gruibinger Winkelbachs.

24 Kinder erkundeten beim Schülerferienprogramm den Winkelbach in Gruibingen. Begleitet wurden sie von Mitgliedern  des Gruibinger Albvereins. Ausgestattet mit Eimerchen, Sieben und Becherlupen machten sie sich auf den Weg. Ihre Mission:  die Wasserqualität des Baches aufgrund der dort vorkommenden Tiere bestimmen.

Nach einer kurzen Einführung durch den Gaunaturschutzwart und „Bach- und Wasserexperten“ Jürgen Fitzner, nahm die Gruppe gleich nach der Turnhalle den ersten Bacheinstieg in Angriff. Auf der Suche nach den Bachbewohnern drehten die Kinder an einer seichten Stelle Steine um. Sofort wuselten allerhand Tierchen hervor, die versuchten sich ganz schnell wieder zu verstecken. So mancher Erwachsene war nicht schlecht erstaunt über das, was in einem Bach so alles „romkrabblat“. Einige Krebse und Larven durften im Eimerchen mit auf die Reise zur nächsten Einstiegsstation. Auch dort wurde man fündig und wieder landete „Beute“ im  Eimerchen.

So ging`s weiter bachaufwärts, der Quelle in „Bruckl“ entgegen, zwischendurch wanderten Kleinlibellenlarven und Strudelwürmer in die Eimer. Ständig erklärte Jürgen Fitzner mit kundigem Sachverstand die Zusammenhänge und Gegebenheiten im und am Bach. Nach einer Weile war`s eigentlich egal, wie hoch das Wasser in den Stiefeln stand – ausleeren rentierte sich  nicht mehr. 

Dunkle Gewitterwolken, leises Donnern und die ersten Regentropfen in der Ferne veranlassten Jürgen Fitzner, die Bachbegehung abzubrechen. Alle Teilnehmer machten sich auf zur nahe gelegenen Albvereinshütte. Doch der Himmel hatte bald ein Einsehen und es war trocken genug, um draußen zu grillen. Der verdiente Lohn für die fleißigen kleinen Forscher: Rote mit Fanta.

Danach bestimmten die Kinder unter Anleitung  des „Bachwasserspezialisten“, die Tiere, die sie aus dem Bach mitgebracht hatten,  und so auch die Wasserqualität. Selbstverständlich durften die „Gefangenen“ wieder in ihren Bach zurück. Das Ergebnis der kleinen Forschungs-Exkursion: Das Winkelbachwasser hat, zumindest an der Quelle, Trinkwasserqualität.