Kuchen Auf der Draisine durch Winzerorte der Pfalz

Vereinsausflug einmal anders: Die Aktiv-und-Fit-Gruppe des FTSV Kuchen fährt auf Draisinen durch die malerischen Winzerorte der Südpfalz. Mit dem Schienenfahrzeug passiert sie dabei elf Bahnübergänge.
Vereinsausflug einmal anders: Die Aktiv-und-Fit-Gruppe des FTSV Kuchen fährt auf Draisinen durch die malerischen Winzerorte der Südpfalz. Mit dem Schienenfahrzeug passiert sie dabei elf Bahnübergänge. © Foto: Manfred Malchow
MANFRED MALCHOW 10.09.2015
Ein ganz besonderes Fortbewegungsmittel haben die Sportler von Aktiv und Fit (AuF) des FTSV Kuchen für ihren Jahresausflug ausgesucht. Auf Draisinen ging es durch die malerischen Winzerorte der Südpfalz.

Bornheim im Landkreis Südliche Weinstraße ist der Startpunkt der Südpfalz-Draisinenbahn und hier begann auch der Jahresausflug der Aktiv-und-Fit-Gruppe des FTSV Kuchen. Für die Fahrt auf der zwölf Kilometer langen Trasse der stillgelegten Queichtalbahn, einem Teil der überregionalen Bahnverbindung Saarbrücken - Karlsruhe, hatten die Sportler vier siebensitzige Draisinen gebucht - auch ihre Partnerinnen waren dabei. Immer drei Ausflügler mussten strampeln, der Rest machte es sich an den runden Tischen der Draisinen gemütlich.

Schon die Einweisung in die Handhabung der Draisinen sorgte für viel Gelächter. In seiner heimatlichen pfälzerischen Mundart erklärte der Betreiber, kabarettreif, die zu beachtenden Regeln. Oberstes Gebot ist, dass zu Beginn die Damen in die Pedale treten. Das nahmen die Herren wohlgefällig auf.

Elf Bahnübergänge müssen passiert werden. Der vorn rechts sitzende Pedaleur steigt ab, betätigt eine Ampel, die den Fahrzeugverkehr auf der Straße anhält und öffnet dann die Schranke. Schnell bildete sich ein eingespieltes Team von Schrankenwärtern und Anschiebern, die die Draisinen über die schienengleichen Bahnübergänge schoben, damit es auf der anderen Seite weitergehen konnte. Etwa eineinhalb Stunden dauert die Fahrt durch die Gemeinden Hochstadt, Zeiskam und Lustadt, ehe das Ziel in Westheim erreicht ist. Vorbei an Gemüsefeldern, Äckern und einem Golfplatz, finden sich immer wieder Rastplätze und gute Einkehrmöglichkeiten bei den heimischen Winzern. Die Passagiere genossen die gemütliche Fahrt bei einem Viertel Pfälzer Rosé.

Einige Fahrer waren inzwischen so hochmotiviert, dass sie ihre Plätze im Sattel gar nicht mehr abgeben wollten. Am Kiosk Bauer in Westheim wurden die Kuchener bereits von sehr schön dekorierten Tischen, kühlen Getränken und überaus freundlichem Personal erwartet. Der traditionelle Flammkuchen mit Zwiebeln und Speck brachte die verbrauchten Kalorien sofort zurück. In Spitzenzeiten sind 27 Draisinen gleichzeitig auf der Strecke unterwegs. Um Zusammenstöße zu vermeiden, wird vormittags nur in östlicher Richtung gefahren, am Nachmittag ging es dann in Richtung Westen zurück zum Startpunkt. Das Klischee, dass sich Männer am liebsten durch Baumarktregale wühlen, erfüllten zwei eifrige Heimwerker. Im Geschäft neben einem Draisinenbahnhof erwarben sie zwei Fenster zum Einbau in einen Geräteschuppen, die sie dann im Stauraum des Reisebusses von der Pfalz mit nach Kuchen nahmen.

Am Abend traf sich die Reisegruppe in der Weinstube "Hoppeditzel" in Impflingen, wo bei Winzersteaks, deftigem Wurstsalat und köstlichen Weinen direkt vom Erzeuger ein toller Tag ausklang.