Kuchen Auf den Spuren von Sagen und Mythen

Vor dem Naturdenkmal Externsteine haben sich die Kuchener Jahrgänger zum Gruppenfoto aufgestellt.
Vor dem Naturdenkmal Externsteine haben sich die Kuchener Jahrgänger zum Gruppenfoto aufgestellt. © Foto:  
GERLINDE HERRE 09.09.2015
Sagen, Mythen und Wunderwelten. Das haben die Kuchener Jahrgänger 1938/39 bei ihrem Ausflug ins Weserbergland erlebt.

Der Jahresausflug des Kuchener Jahrgangs 1938/39 führte heuer ins Weserbergland. Erste Station war das Kloster und Schloss Corvey bei Höxter. Leider hatte sich der Himmel eingetrübt, sodass die geplante Stadtführung in Höxter ausfallen musste und die Kuchener stattdessen zum Hotel in Stadtoldendorf weiterfuhren.

Am nächsten Tag hatte sich das Wetter wieder erholt, und es wurde Märchenschloss Marienburg bei Hameln besucht. Man glaubte, Dornröschen oder Aschenputtel müsste jeden Moment aus einer der Türen treten. Die ehemalige Sommerresidenz der Welfen verzaubert bis heute die Besucher durch die nahezu komplett erhaltene Inneneinrichtung. In Hameln gab es eine weitere Überraschung: Die Jahrgänger wurden vom Rattenfänger von Hameln mit seinem Spiel persönlich begrüßt. Hameln selbst ist eine wunderschöne Stadt mit vielen alten Fachwerkbauten, deren Wohlstand vom Mittelalter bis zur Reformationszeit zu einer regen Bautätigkeit führte und einen eigenen Baustil entwickelte: Die Weserrenaissance. Die anschließende Schifffahrt auf der Weser ließ die Teilnehmer das Weserbergland aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Am dritten Tag ging die Fahrt zu den Externsteinen, einem einzigartigen Naturdenkmal. Danach fuhr man weiter zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Das fast 54 Meter hohe Denkmal wurde von 1838 bis 1875 erbaut und erinnert an den Sieg der Germanen (Teutonen) über die Römer in der Schlacht am Teutoburger Wald 9 nach Christus. Von dort oben aus hatten die Kuchener einen herrlichen Blick über das Eggegebirge, den Teutoburger Wald bis zur norddeutschen Tiefebene. Im Anschluss wurde noch die alte Bischofsstadt Minden besucht.

Am letzten Tag stand noch der Besuch von Münden auf dem Programm - dort, wo sich Werra und Fulda küssen und sich zur Weser vereinen. Viele Fachwerkhäuser von der Spätgotik bis zum Biedermeier sind dort noch erhalten und prägen das Stadtbild. Zügig, weil ohne Stau, gelangten die Jahrgänger mit schönen Erinnerungen an Sagen, Mythen und Wunderwelten im Gepäck schließlich wieder zurück nach Kuchen.