Kuchen Auf den Spuren der Spitzenberger

Auf den Spuren der Spitzenberger: Die Altenstädter Jahrgänger 1940/41 unternehmen eine heimatgeschichtliche Exkursion.
Auf den Spuren der Spitzenberger: Die Altenstädter Jahrgänger 1940/41 unternehmen eine heimatgeschichtliche Exkursion. © Foto:  
Kuchen / ANNI SCHWEIZER 10.07.2015
Die Altenstädter Jahrgänger 1940/41 haben eine interessante heimatgeschichtliche Exkursion auf den Spuren der Spitzenberger mit Helmut Junginger zum Spitzenberg unternommen.

Anschaulich anhand von Bildern dokumentierte er auf spannende Art wie Ende des 11. Jahrhunderts oberhalb von Kuchen auf einem Vorsprung des Albtraufes ein hochadeliges Geschlecht der Spitzenberger eine Burg erbaute. Helmut Junginger ging besonders auf den berühmtesten Spitzenberger Gottfried von Spitzenberg ein.

Er war Jurist und Theologe, der damals schon in Bologna und Paris studierte. Bevor Barbarossa auf ihn aufmerksam wurde, war er Domprobst in Aachen. Er wurde Kanzler von Friedrich I. Barbarossa, Kreuzritter und Bischof von Würzburg, wo er heute im ältesten Bischofsgrabdenkmal des Würzburger Doms verewigt ist.

Bei der Wanderung zum Spitzenberg durchquerten die Jahrgänger die heute noch erkennbaren mächtigen Wall-Graben-Anlagen bevor man das Plateau, auf der sich die Burg befand, erreichte.

Anhand von Bildern und einem Plan des Grundriss der Burg, erklärte Helmut Junginger den Jahrgängern wo die Burg stand und wie sie ausgesehen haben konnte. Weiter ging er darauf ein, wo sich der Burghof befand und der Burgturm, Herrenhaus und die Burgkapelle standen. Man sieht heute noch Mauerreste der Grundmauer des Burgturms.

Während des Reichskrieges 1311/12 wurde die Burg auf dem Spitzenberg zerstört. Heute zeugen nur noch kümmerliche Ruinenreste vom Sitz des einst mächtigen Grafengeschlechts.

Die Exkursion war für alle Jahrgänger ein besonderes heimatgeschichtliches Erlebnis und alle waren sehr fasziniert von der nahe liegenden Heimat.

Anschließend ließen sie den Tag im Straub-Mühlencafe ausklingen.