Börtlingen Auch Börtlingen pocht auf Schutz des Rotmilans

Börtlingen / MICHAEL SCHORN 02.09.2016
Nun hat auch Börtlingens Bürgermeister Franz Wenka einen Brief an das Referat für Naturschutz und Recht des RPs Stuttgart geschrieben.

Der Energiekonzern ENBW hat vor kurzem beim Regierungspräsidium (RP) Stuttgart für die zwei geplanten Windräder am Kaisersträßle (Windvorranggebiet GP 01) bei Adelberg und Börtlingen-Breech eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung beantragt. Grund dafür ist der geschützte Greifvogel Rotmilan.

Nachdem jetzt die Gemeinde Adelberg, die sich gegen den Bau der beiden Windkraftanlagen ausgesprochen hat, vom RP Stuttgart die Ablehnung der artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung gefordert hat, hat nun auch Börtlingens Bürgermeister Franz Wenka einen Brief an das Referat für Naturschutz und Recht des RPs Stuttgart geschrieben.

In dem Brief heißt es: „Wir beziehen uns auf das Schreiben der Gemeinde Adelberg vom 24. August. Hinsichtlich des Antrags der ENBW auf artenschutzrechtliche Ausnahme nach § 45 Bundesnaturschutzgesetz schließen wir uns den dortigen Ausführungen vollinhaltlich an. Die uns vorliegenden Informationen eines von den Gemeinden Adelberg und Börtlingen beauftragten Gutachtens (…) schließen die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nach unserer Ansicht aus. Wir bitten Sie, dies sorgfältig zu prüfen und die entsprechende rechtmäßige Entscheidung zu treffen.“

Weiter teilt Bürgermeister Wenka, dessen Kommune sich ebenfalls gegen die vorliegenden Pläne zum Bau der beiden Windkraftanlagen ausgesprochen hat, in dem Schreiben mit: „Der Antrag der ENBW verwundert umso mehr, als die ENBW selbst bereits im Vorantragsverfahren die ursprünglich geplante mittlere Windkraftanlage aufgrund des starken Vorkommens des Rotmilans herausgenommen hat.“

Zudem bekräftige das große Medieninteresse an der beantragten artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung die Gemeinde Börtlingen in ihrer Ansicht, schreibt Franz Wenka weiter.

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