Sanierung Anwohner kritisiert verwaiste Baustelle

Heiningen / TOBIAS FLEGEL 03.11.2018

Ein Anwohner wirft der mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Heiningen beauftragten Firma Versagen vor. „In Frage stellt man die Qualifikation der Firma und der Aufsichtsführung durch den Bürgermeister“, sagte er. Er verstehe, dass die Gemeinde den Straßenbelag und die Kanalisationsrohre erneuern muss. „Das war überfällig“, bestätigt der Anwohner. Der schleppende Fortschritt auf der Baustelle sei allerdings nicht nachvollziehbar: „Wir reden mittlerweile von rund zwei Monaten Verzug.“

Insbesondere die langsame Arbeit des Bautrupps erzürnt den Anwohner. Entgegen der Ankündigung des Bürgermeisters sei diese Woche an der Ortsdurchfahrt praktisch nichts geschehen. Arbeiter hätten lediglich Markierungen im Laufe des Dienstags aufgetragen. Norbert Aufrecht habe dagegen angekündigt, dass die Bauarbeiter am Brückentag und am Samstag ans Werk gehen.

Nach Angaben des Mannes aus der Oberen Weingartenstraße brauchen viele Einwohner von Heiningen und benachbarten Orten viel länger zur Arbeit als bisher. „Wenn ich die Umleitungsstrecke fahre, brauche ich 30 statt 7 Minuten“, berichtete er. Die Staus und der stockende Verkehr auf dem Weg zur Arbeit zehrten an den Nerven der Menschen. Einige Autofahrer wichen auf Feldwege aus, was aber laut einer Anwältin nicht erlaubt sei.

Der Anwohner glaubt nicht, dass die Baustelle wie angekündigt bis Heiligabend aus der Ortsmitte verschwunden ist. „So, wie die Leute arbeiten, wird es Januar oder Februar“, befürchtet er. Heiningens Bürgermeister Norbert Aufrecht war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel