Der nach eigenen Angaben größte Hersteller von Antriebstechnik für Rolladen und Sonnenschutz in Deutschland, Elero, wird voraussichtlich Ende 2017 in einem rund 8,5 Millionen teuren Neubau im Schlierbacher Gewerbegebiet „Beim Schopf“ seinen Sitz haben. Das dortige Grundstück ist rund 16 600 Quadratmeter groß. Planungen für eventuelle Erweiterungen wurden dabei bereits berücksichtigt. Hintergrund des Standortwechsels sind die in Beuren (Kreis Esslingen) begrenzten räumlichen Kapazitäten des prosperierenden Unternehmens, das jährlich mehr als eine Million Antriebe fertigt.

Rund 300 Mitarbeiter werden ab Ende nächstes Jahr auf Grundlage des „Lean-Prinzips“, das heißt nach Bedarf und an großen Produktionsstraßen, in der Schlierbacher Maybachstraße arbeiten. In diese Richtung weist auch der Begriff der „Focused Factory“, der auf der Deckplatte des Grundsteins zu sehen ist.

Das Unternehmen, in dessen Unternehmensleitlinien „Made in Germany“ festgelegtes Prinzip ist, betreibt ein weiteres Werk im thüringischen Pößneck. Dort sind 150 Personen beschäftigt.

Elero-Geschäftsführer Jochen Lütkemeyer erklärte bei der Grundsteinlegung, dass die Arbeiter seit dem Spatenstich vor drei Monaten im Zeitplan liegen und bis zum Jahresende mit dem Abschluss der Dacharbeiten rechne. Ein Gebäudeteil steht bereits im Rohbau. Daran anschließend wurde der Grundstein gesetzt.

Der aus Venedig eingeflogene Präsident des Mutterkonzerns von Elero, Lauro Buoro versprach, dass in das Projekt viel Energie investiert werde. Damit könne die Produktionskapazität auf Konzern-Standard angehoben und das in Deutschland befindliche Zentrum der Antriebssysteme für Rolläden und Sonnenschutz gestärkt werden.

Der Neustart sei eine große Chance für alle, für Personalwachstum, für eine Steigerung des Absatzes sowie der internationalen Marktpräsenz. Schließlich bekannte Lauro Buoro nicht nur Unternehmer sondern auch Träumer zu sein – „und dies ist Teil unseres Traumes“.

Auch Schlierbachs Bürgermeister Paul Schmid zeigte sich am Rande der Grundsteinlegung sehr zufrieden: „Es ist ein glücklicher Tag für alle“. Man könne froh sein, wenn Firmen investierten. Doppelt froh sei er natürlich, wenn dies in Schlierbach erfolge. Davon profitierten auch die Kommunen in der Nachbarschaft.

Es sei daher sehr positiv zu bewerten, dass der Standort von Elero in der Region bleibe. Ebenso, dass eine Branche heimisch werde, die nicht von der Automobilwirtschaft abhängig sei, wie viele andere Betriebe. Zudem mache Elero einen sehr guten Eindruck und habe durch den Mutterkonzern stabilen finanziellen Rückhalt, sagte Paul Schmid. Axel Raisch