Birenbach Ansorge nach der Wahl: „Deutliches Statement“

Frank Ansorge wurde mit 78,5 Prozent der Wählerstimmen im Amt bestätigt.
Frank Ansorge wurde mit 78,5 Prozent der Wählerstimmen im Amt bestätigt. © Foto: Staufenpress
Birenbach / Kristina Betz 18.06.2018
Der wiedergewählte Bürgermeister Frank Ansorge geht gestärkt in eine zweite Amtszeit. Dreiviertel der Birenbacher haben ihn gewählt.

Am Montagmorgen kletterte das Wahlergebnis nochmal um drei Prozentpunkte nach oben. Bei der Auszählung hatte man sich verrechnet, somit entfallen auf den am Sonntag wiedergewählten Amtsinhaber Frank Ansorge 78 Prozent der Stimmen. Ansorges Gegenkandidat, der Birenbacher Andreas Krupop, erhielt nach neuster Rechnung 14 Prozent der Stimmen.

„Die Bürger haben mir das Gefühl gegeben, hier herzugehören, das drückt sich auch im Wahlergebnis aus“, sagt Frank Ansorge am Montagmorgen nach der Wahl. Er fühle sich gestärkt für die kommenden acht Jahre und verweist auch auf die Wahlbeteiligung von 51 Prozent, über die er sich freue. „Nicht bei jeder Kommunalwahl hat man eine so hohe Wahlbeteiligung – das ist ein deutliches Statement“, so Ansorge.

Auf den Stimmzetteln von 55 Birenbachern standen Namen, die nicht zur Wahl standen. So wünschten sich sechs Bürger Ex-Bürgermeister Klaus Heininger zurück, der mittlerweile Oberbürgermeister in Eislingen ist. 17 Birenbacher gaben ihre Stimme für das Gemeinderatsmitglied Michael Matzak ab. Auf den stellvertretenden Bürgermeister Heinrich Späth entfielen acht Stimmen.

Der wiedergewählte Bürgermeister habe „damit keinen Schmerz“, wie er selbst sagt. In acht Jahren habe man auch strittige Themen behandelt und „man kann auf dem Weg, den man beschreitet, nicht alle mitnehmen.“ Es sei normal, dass man auch Gegner habe. „Ich sehe jetzt vor allem die dreiviertel Prozent der Stimmen, die ich bekommen habe“, sagt Ansorge. Das sei ein „sehr, sehr starker Rückhalt.“

Den Montag verbrachte der 51-Jährige mit dem Reagieren auf Glückwunschmails- und Anrufe. Danach gehe alles wieder seinen geregelten Gang. Das größte Projekt, das nun anstehe, sei die Kinderbetreuung. Bereits in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag werden die Sanierungsarbeiten für die Grundschule vergeben. In der Sitzung am 16. Juli wird dann bereits der Architekt, der mit einem Prüfverfahren betraut ist, zu einem möglichen An- oder Neubau für die Grundschulbetreuung informieren. „Wir wollen das Betreuungsangebot ausweiten – die Kinderzahlen werden in den kommenden Jahren steigen“, prognostiziert Frank Ansorge. Bereits ab dem kommenden Schuljahr soll ein Klassenraum der Grundschule für die Betreuung zur Verfügung gestellt werden. Derzeit läuft die Personalsuche für eine zweite Betreuungskraft. Man denke an jemanden im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Außerdem, so Ansorge, wolle man möglichst bald eine Arbeitsgruppe einsetzen, bestehend aus Elternbeirat, Schule, Gemeinderat und Verwaltung. „So wären alle mit im Boot“.

Etwa die Hälfte der Birenbacher ging wählen

Ergebnis: Wahlberechtigt waren 1554 Birenbacher. 802 gingen zur Wahl, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 51,6 Prozent. 78,54 Prozent der Stimmen entfielen auf Frank Ansorge, 14,3 Prozent auf Andreas Krupop. Der Rest auf 18 Personen, die nicht zur Wahl standen.

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