Kommentar Dirk Hülser zu OB Tills Vorstoß bei der Kreisumlage Alte Gräben aufgerissen

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Kreis Göppingen / Dirk Hülser 06.12.2018

Wenn morgen der Kreistag zur letzten Sitzung des Jahres zusammentritt und den Haushalt verabschiedet sowie die Höhe der Kreisumlage festlegt, wird von besinnlicher Stimmung nicht viel zu spüren sein. Im Jahr des 80. Landkreis-Geburtstags sind alte Gräben neu aufgerissen worden. Was mit den erbitterten Debatten um die Zukunft des Müllofens begann, setzt sich nun nach einem kleinen Umweg über die Tourismusförderung bei der Kreisumlage fort.

Der Streit hat mehrere Hintergründe. Zum einen ist daran ein erbitterter Machtkampf in der Kreis-CDU schuld. Deren Granden Wolfgang Rapp und Nicole Razavi vertreten das obere Filstal und dulden wenig bis keinen Widerspruch. Die Vertragsverlängerung mit dem Müllofen-Betreiber wollten sie im Schulterschluss mit dem Landrat unbedingt – auch gegen den Göppinger Willen. 

 Nur so ist der harsche Ton der Göppinger CDU-Kreisräte Guido Till Felix Gerber zu verstehen – sie schrecken sogar vor der Heiligen Geislinger Kuh Helfensteinklinik nicht zurück und stellen sie infrage.

Und natürlich ist der Vorstoß der beiden Göppinger Kommunalpolitiker auch eine Retourkutsche in Richtung Landrat: Er hat sich mit der Müllofen-Entscheidung in Göppingen keine Freunde gemacht.

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