Erweiterung Alles an einem Platz

Hier soll in ein, zwei Jahren der Neubau für den Gammelshäuser Bauhof stehen. Er wird in die Böschung hineingelegt. Der Wanderparkplatz links wird an den Weg rechts verlegt.
Hier soll in ein, zwei Jahren der Neubau für den Gammelshäuser Bauhof stehen. Er wird in die Böschung hineingelegt. Der Wanderparkplatz links wird an den Weg rechts verlegt. © Foto: Jürgen Schäfer
Jürgen Schäfer 27.10.2017

Werkstatt, Fahrzeughalle, Lager: So soll der kompakte Bauhof für Gammelshausen aussehen, den die Gemeinde schon lange anpeilt. An der Kornbergstraße sollen nicht weniger als fünf Dependancen zusammengeführt werden, die im Ort verstreut sind. Prominentes Beispiel ist der Wertstoffhof, der für zwei bis zweieinhalb Jahre an den Aldi-Parkplatz verlegt wurde.

Ausbau heißt: Eine Halle von 18 mal zehn Meter für Fahrzeuge und Lager soll in die Böschung hineingeschoben werden, an der bisher ein Wanderparkplatz zum Obstlehrpfad und Schwäbischen Spruch-Weg liegt. Das bedeutet einiges an Abgrabung. Der Bauhof kann selber anpacken und so Kosten sparen. Wichtig auch: Diese Eigenleistung der Gemeinde ist zuschussfähig, sagt Bürgermeister Daniel Kohl.

Der Gemeinderat hat die Weichen einstimmig für einen Entwurf gestellt, an dem noch gefeilt werden soll – wegen der Kosten. Der Neubau läge mit 300 000 Euro abzüglich Bauhofleistung und Zuschüsse zu hoch. Was man ändern kann: Das Bauwerk so weit wie möglich rausziehen aus der Böschung und auf einen Stellplatz verzichten. Gleichzeitig muss man schauen, dass es auch Zuschüsse für den Altbau gibt. Dort steht der Austausch des asbesthaltigen Daches an. „Das hört sich so furchtbar an“, sagt Architekt Jens Jargon, und heiße doch bloß: die Platten einpacken und zur Deponie bringen. Aber das Dach reicht noch nicht für einen Zuschuss. Gefordert wäre mehr, sagt Kohl. Heizung, Sanitärbereich  und Fenster sind Kandidaten. „Die Duschen sind auf engstem Raum.“ Vom Gemeinderat kam Zustimmung. „Wir sollten kucken, dass wir richtig sanieren“, so Friedrich Weiß, „das gehört gerichtet“. Der Altbau soll eine Werkstatt werden, für den Maler, den man hat und der auch schon Arbeit mit nach Hause nahm. Oder zum Schweißen. Als Heizung bietet sich ein Holzofen an, denkt Bauhofleiter Rolf Böhringer. „Holz haben wir genug.“

Der Charme des Entwurfs: Alt- und Neubau würden einen Innenhof bilden, der eingezäunt werden kann. Er wäre groß genug für einen Rundkurs, der den Anlieferverkehr zum Wertstoffhof bündelt. „Da ist samstags die Hölle los“, weiß der Schultes. Die Kisten des Wertstoffhofs können beim Neubau unterm Vordach stehen, schlägt Walter Krummrein vor, das spart Platz und hält sie trocken. Offen ist noch, ob man die Altglascon­tainer vom Bauhof abrückt. Sie könnten dahinter am verlegten Wanderparkplatz stehen.

Hans Hohlbauch bedauerte, dass Dürnau nicht mitgemacht habe bei einem gemeinsamen Bauhof. Kohl blickt nach vorn und setzt auf Zusammenarbeit beim Fuhrpark. Zuletzt haben beide Gemeinden eine Unkrautbürste angeschafft – „das war ein guter Einstieg“.