Kommentar Jürgen Schäfer: Akteure nicht vertaktet

Zell u.A. / Jürgen Schäfer 01.08.2018
So kann’s gehen: Da reden die Fachleute, Kreis- und Kommunalpolitiker jahrelang vom neuen Nahverkehrsplan, und dann wird Zell kalt erwischt.

Dramatisch ist es nicht. Es werden sich halt in Zell im neuen Jahr, wenn Nahverkehrsplan anrollt, immer wieder Busse im Weg stehen, weil  der neue Knotenpunkt in der Schillerstraße noch nicht ausgebaut ist. Und das eine ganze Weile, voraussichtlich bis Ostern. Weil mehr Busse von mehr Linien einfahren und den gewünschten Taktverkehr bieten. Das erfordert einen Umbau des Knotens. Und den hatte die Gemeinde so nicht auf dem Schirm.

So kann’s gehen: Da reden die Fachleute, Kreis- und Kommunalpolitiker jahrelang vom neuen Nahverkehrsplan, und dann wird Zell kalt erwischt. Vor Monaten hat der dortige Gemeinderat noch darüber diskutiert, wie es so ist mit Wunsch und Wirklichkeit der künftigen Buslinien und Fahrtzeiten, und keiner kam darauf, dass vor der Haustür ordentlich was zu machen ist. Und das schleunigst.

Die Busse sind künftig vertaktet, die Akteure im Fall des Zeller Knotens waren es nicht. Wer es verbaselt hat – vielleicht gibt es den Schuldigen gar nicht. So eine Fahrplanreform wird nicht alle Tage aufgestellt, und der eine weiß nicht, was der andere wissen muss für das künftige Räderwerk. Und so schlägt die Kommunikationslücke zu, wenn schon die Zeit davon gelaufen ist. Man kann daraus lernen, dass man für so ziemlich alles einen Kümmerer braucht.

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