Tagung Akademie sieht Dialog in der Krise

Bad Boll / SWP 11.08.2018

Die Evangelische Akademie Bad Boll will den Dialog zum Konflikt zwischen Israel und Palästina mit einer Tagung wieder in Gang bringen. Der stecke in einer Krise, klagt Tagungsleiter Mauricio Salazar, weil fast jede kritische Äußerung im Rahmen der Demokratie- und Menschenrechtsdiskurses massiv gestört und durch Vorwürfe blockiert werde – insbesondere dem Vorwurf des Antisemitismus. Dadurch würden zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume zunehmend eingeschränkt. Aktivisten, Menschenrechtler und Organisationen, die für Regierungen unbequem seien, würden in ihrer Arbeit behindert und mit Drohungen und Diffamierungskampagnen eingeschüchtert. Geschützte Räume und Begegnungsmöglichkeiten würden in vielen Fällen verweigert und gestört.

Mit der Tagung „Krise der Dialogfähigkeit“ will die Akademie am Wochenende 21. bis 23. September einen Aufbruch initiieren. Die Referenten kommen aus der Kirche, der Wissenschaft und der Politik. Mit dabei ist der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung. Die internationale katholische Friedensbewegung „Pax Christi“ nimmt mit gleich vier Vertretern ihrer Nahost-Kommission teil, darunter ist der frühere Bad Boller Studienleiter Dr. Manfred Budzinski. In Vorträgen wird gefragt: Zwei-Staaten-Lösung passe – was tun? Wann ist Kritik an Israel antisemitisch? Was können wir machen? Ein offener Menschenrechtsdiskurs Israel-Palästina ist Thema, zum Abschluss geht es um Wege zum konstruktiven Umgang mit dem Konflikt. Anmeldung bis 15. September unter Tel. (07164) 79-217 oder E-Mail: susanne.heinzmann@ev-akademie-boll.de

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