Mobilfunk Aichelberg lehnt hohe Masten ab

Aichelberg / SWP 20.12.2017
Die Gemeinde Aichelberg wird von Anträgen der Bahn überrascht. Rat sorgt sich um Gesundheit.

Überraschendes hatte der Aichelberger Bürgermeister Martin Eisele seinem Gemeinderat mitzuteilen: Entlang der Neubaustrecke der Bahn zwischen Stuttgart und Ulm seien 20 Mobilfunkanlagen geplant. Zwei davon tangieren Aichelberg: eine am Autobahnparkplatz „Vor dem Aichelberg“, der jetzt nach dem Tunnelbau wieder neu und leicht erhöht hergestellt wird, und eine beim Portal Aichelberg, wo der Zug im Boßlertunnel verschwindet. Es handle sich um ungefähr 40 Meter hohe Masten in Schleuderbetonausführung. Die in dieser Dimension „gewaltigen“ Anlagen, so  Eisele, behagten dem Gemeinderat nicht. Ebenso wenig das, was draufgepackt werden soll oder kann. Die Masten dienten im Wesentlichen dem Zugfunk, aber auch privaten Netzbetreibern. Und sie sollen so ausgelegt werden, so weiß es Eisele, dass sie später auch das autonome Fahren auf der Autobahn unterstützen können. Von all dem ahnte man in Aichelberg nichts, sagt der Schultes. „Im Planfeststellungsverfahren von 1999 sind sie nicht enthalten.“

Der Gemeinderat sieht das kritisch für das Landschaftsbild und weiß auch nicht, welche Strahlenbelastung für die Bevölkerung damit verbunden sei. Wirke sich das auf die Gesundheit aus? Bürgermeister Eisele vermisst technische Informationen über diese Anlagen. Es liege ihm auch nichts von der Bundesnetzagentur vor. Reaktion des Gemeinderats: Glatte Ablehnung. Beide Bauanträge gehen jetzt ans Landratsamt, das die Genehmigungsfähigkeit prüfen muss.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel