Kreis Göppingen AFD demonstriert Geschlossenheit

PM 14.07.2015
Fünf Mitglieder der AFD sind nach dem Bundesparteitag bislang aus dem Kreisverband ausgetreten. Es herrsche aber große Geschlossenheit.

Der Bundesparteitag und die Wahlniederlage von Bernd Lucke waren Thema im Anschluss eines Vortragsabends des Kreisverbands Göppingen der AFD (Alternative für Deutschland). Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hätten die sechs Mitglieder des Kreisverbandes, die am Parteitag teilgenommen hatten, in der seit längerem strittigen Frage der Führungsstruktur und -kultur eine eindeutige Entscheidung getroffen, die eine Mitbestimmung der Basis in der AFD sicherstelle. Parteimitglieder, die sich einen Vorsitzenden Lucke und eine eher an die etablierten Parteien angepasste Politik gewünscht hätten, seien aus der Partei ausgetreten. Dies sei ein schmerzhafter und auch emotionsgeladener Prozess gewesen, der auch in den Tagen danach angehalten habe. Im Kreisverband Göppingen seine bislang fünf von 75 Mitglieder ausgetreten, insgesamt sei aber ein hohes Maß an Geschlossenheit vorhanden, erklärt der Kreisvorsitzende Volker Münz.

Nach diesem notwendigen Klärungsprozess sei die AFD mit ihrer ursprünglichen Programmatik wie 2013 wieder da und werde aus dieser Entscheidungssituation gestärkt hervorgehen, so Münz weiter. Die beiden Vorsitzenden Dr. Frauke Petry und Jörg Meuthen repräsentierten das konservative und liberale Profil, heißt es in der Pressemitteilung. Die AFD stehe zu ihren unveränderten politischen Leitlinien und habe nach wie vor den Anspruch, eine Alternative zur herrschenden Politik zu sein.

Zuvor hatte Münz über das Thema "Die neue Völkerwanderung - Masseneinwanderung im Spannungsfeld zwischen Humanität und innerem Frieden in Deutschland und Europa" referiert. Das Fazit des Redners lautete, dass der heutigen Herausforderung angesichts der stark anwachsenden Zuwanderung verantwortungsbewusst begegnet werden müsse. "Menschen, die vor Verfolgung und vor Kriegen zu uns geflohen sind, sollen auch weiterhin Asyl bei uns finden." Eine unbeschränkte Zuwanderung müsse jedoch verhindert werden, um den inneren Frieden in der Gesellschaft nicht aufs Spiel zu setzen. "Es müssen die Ursachen der Wanderungsbewegung bekämpft werden, zum Beispiel durch Aufstockung und einen effizienteren Einsatz der Entwicklungshilfe und durch einen fairen Handel", so die Forderung des Kreisvorsitzenden.