Advent Adventliche Weltreise von Salto Vocale

Eislingen / Herbert Fitterling / Salto Vocale 16.12.2017

Zum Einzug von Salto Vocale in die Lutherkirche erklang das gekonnt intonierte Traditional „Evening rise“, gefolgt vom Südtiroler Mettenjodler. Christof Eßwein, seit dem Frühjahr Chorleiter von Salto, dirigierte danach „Oh Heiland, reiß die Himmel auf“ (17. Jahrhundert) und ein etwas anders arrangiertes „Leise rieselt der Schnee“. Nach dem südafrikanischen Traditional „Mashiti“ leitete Salto Vocale über zu Stücken mit amerikanischen Wurzeln: Rudolph, das Rentier mit der roten Nase, wirbelte – am Piano getragen von Michael Hauser – ebenso durch die Lutherkirche wie Snowman „Frosty“ aus den 50ern oder der rot bemützte „Mister Santa“.

An diese Tradition knüpfte – als Überraschung des Konzert­abends – auch der „Junge Chor“ des Eislinger Liederkranzes an: Die Sänger beeindruckten bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt unter Dirigent Daniel Schmid mit „Seasons of Love“ aus dem Broadway-Musical „Rent“ und dem gekonnt vorgetragenen „Celtic Carol“. Die weihnachtliche Fassung von „Highland Cathedral“ (in ihrem Ursprung gar als schottische Nationalhymne vorgeschlagen) erfüllte vierstimmig und voluminös die Lutherkirche. Eine besondere Harmonie boten die Sänger von Salto Vocale bei „Only time“ von Enya, einem Stück, das nach den Anschlägen vom 11. September traurige Berühmtheit erlangte.

Das Schlussviertel leitete der Chor im Wechsel mit den Besuchern mit „Macht hoch die Tür“ ein und ging über in das kraftvolle „Baba Yetu“ aus Ostafrika. Besonders stimmungsvoll war der deutsche Kanon „Heimat, irgendwann“ und „O du stille Zeit“ nach Joseph von Eichendorff.

Dazu gab es sensibel ausgewählte und gut vorgetragene Texte und Szenen, akkurat gesetzte Pinselstriche im akustisch stimmigen Klangbild.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel