Adelberg Adelberger Verwaltung gegen Windkraft

Adelberg / WESO 09.09.2015

Mit einer Sondersitzung des Gemeinderates will die Adelberger Verwaltung ihre ablehnende Position zu den geplanten Vorranggebieten für Windkraftanlagen unterstreichen. Gleichzeitig ist eine erneute Positionierung des Gemeinderates zu den Bereichen "Kaisersträßle" und "Altes Depot" vorgesehen. In beiden Arealen sollen Windkraftanlagen gebaut werden.

Eigentlich sei diese Sondersitzung "überflüssig wie ein Kropf", erklärte ein Kommunalpolitiker. Da aber in den vergangenen Wochen im Ort immer wieder Gerüchte laut geworden seien, die "Gemeinde unternehme nichts" und gleichzeitig im Namen eines Gemeinderates Unterschriften gesammelt wurden gegen die Ausweisung von Vorranggebieten, wollen Kommunalpolitiker und Verwaltung auf diese Weise ein in Schieflage geratenes Bild wieder gerade rücken.

Erst Ende Juli hatte sich die CDU-Regionalfraktion in Adelberg getroffen, um sich die geplanten Standorte anzusehen und die Argumente der Windkraftgegner anzuhören. Damals hatte die Adelberger Bürgermeisterin Carmen Marquardt zum wiederholten Mal darauf verwiesen, dass mit dem Kommen der Windkraftanlagen die Gefahr bestünde, dass das Adelberger Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort" verloren geht.

Dieses Prädikat beinhalte einerseits touristische Angebote, andererseits aber auch die Natur und Kulturgüter, die die Gemeinde Erholungsuchenden biete. Durch die Höhe der geplanten Windkraftanlagen von angeblich mehr als 200 Metern sei jedoch von "großräumigen, erhebliche Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die Erholungsfunktion auszugehen". Bei allen Entscheidungen, die die Energiewende beträfen, sollte "der Mensch im Mittelpunkt stehen", hatte Marquardt seinerzeit appelliert.

Die Sondersitzung des Gemeinderates am Montag, 14. September, ist öffentlich. Sie beginnt um 19 Uhr im Adelberger Rathaus, Vordere Hauptstraße 2.

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