Neubau Adelberg bekommt eine neue Sporthalle

Auf der freien Fläche beim Sportplatz Jauchert soll die neue Halle entstehen. Man will sich an der Technotherm-Halle in Eschenbach orientieren.
Auf der freien Fläche beim Sportplatz Jauchert soll die neue Halle entstehen. Man will sich an der Technotherm-Halle in Eschenbach orientieren. © Foto: Staufenpress
Börtlingen / Kristina Betz 25.07.2018
Die TSV-Halle in Adelberg hat bald ausgedient: Beim Jauchert soll eine neue Halle entstehen. Bereits Ende des Jahres will man den Förderantrag stellen.

Adelberg bekommt eine neue Halle. Die alte Turn- und Festhalle aus dem Baujahr 1917 ist sanierungsbedürftig und der Platz reicht kaum aus. Bereits seit Jahren ist ein Neubau geplant – bislang fehlte allerdings das nötige Geld. Ebenfalls seit Jahren stehen die groben Pläne für den Neubau des Sanitär- und Umkleidegebäudes. Denn der TSV Adelberg-Oberberken muss seit rund 20 Jahren mit einem Provisorium vorlieb nehmen. Wenig komfortable Container dienen dem Verein seither als Umkleide- und Sanitärräume.

Am Standort der unliebsamen Container soll bald eine neue Halle stehen. Um die Planungen voranzutreiben wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen vorgestellt. Die Architekten, die mit den Planungen beauftragt sind, gaben Empfehlungen ab. Thorismuth Gaiser sowie Immo Scholze kommen vom Architekturbüro „Sport Concept“ aus Stuttgart. Seit Ende 2017 sind sie am Projekt dran und erarbeiteten gemeinsam mit Arbeitsgruppen und den späteren Nutzern der Halle zum Beispiel die Bedarfsanalyse.

Die Priorität der Hallennutzung soll im Bereich Sport, erst danach im Bereich Kultur liegen. Jedoch soll sie für beide Nutzungen ausgestattet werden. Dabei soll sie kein Ersatz für die Veranstaltungshalle im Klosterpark sein, die die Klosterpark GmbH dort plant. Sondern „eine Ergänzung für Kulturveranstaltungen in Adelberg“, kam die Arbeitsgruppe zu ihrem Ergebnis. Um verschiedene Hallentypen kennenzulernen, besichtigten die Schule, Vertreter der Gemeinde sowie Vereine die Reitenlauhalle in Hülben, die Schurwaldhalle in Oberberken sowie die Technotherm Halle in Eschenbach. Als eindeutiges Vorbild für die neue Halle in Adelberg ging die Technotherm-Halle hervor.

Die Kosten für den Neubau werde zum Teil auch der Verein tragen müssen, erklärt Bürgermeisterin Carmen Marquardt. Dieser ist Inhaber der alten Halle und entscheidet auch über deren Fortbestand oder Abriss. Von Seiten der Gemeinde ist angedacht, im Falle eines Abriss, auf dem Grundstück sechs bis acht Grundstücke für Einfamilienhäuser entstehen zu lassen. Die Architekten empfehlen aufgrund des Zeitdrucks eine Modulbaulösung, außerdem soll bereits im Dezember ein Förderantrag bei der kommunalen Sportstättenförderung gestellt werden.

Alte Halle hat über 100 Jahre auf dem Buckel

Planung: Die Architekten empfehlen die neue Halle als Sporthalle mit einem Feld. Eine Trennwand soll die Option für zwei Felder schaffen. Von Seiten der Architekten ist eine Klappbühne angedacht, weil diese raumsparend ist. Aufgrund der Topographie des Geländes wird eine nicht unterkellerte, eingeschossige Halle empfohlen.

Sportarten: Die neue Halle soll für alle wichtigen Sportarten wie Fußball, Turnen, Leichtathletik-Training, Tischtennis, Badminton oder Volleyball nutzbar sein.

Bestand: Die alte TSV-Halle ist über 100 Jahre alt.

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