Unglück Absturzursache bleibt ungeklärt

Beim Absturz seines Segelflugzeugs starb ein 19-Jähriger.
Beim Absturz seines Segelflugzeugs starb ein 19-Jähriger. © Foto: Fotolia
Bartholomä / Dirk Hülser 12.05.2018

Der 19-Jährige, der am 24. Juni 2017 mit seinem Segelflugzeug beim Flugplatz Bartholomä-Amalienhof abgestürzt war, war vermutlich nicht schuld an dem tödlichen Unglück. Zu diesem Schluss kommt der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig, der jetzt veröffentlicht worden ist.

Eine eindeutige Unfallursache konnten die Experten nicht ausmachen, auch das Flugzeug vom Typ Grob Twin III Acro war demnach technisch in Ordnung. Problematisch waren allerdings die Windverhältnisse. Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 20 und 30 Kilometern pro Stunde habe es Turbulenzen  auf der windabgewandten Seite der Erhebung östlich des Fluggeländes gegeben, wo sich auch der Skilift befindet. „Ein sachkundiger Zeuge berichtete, dass bei diesem starken Westwind die Flugbedingungen ... schwierig beziehungsweise anspruchsvoll waren“, heißt es in dem Bericht.

Der junge Mann aus Fellbach war um 14.57 alleine mit der Winde gestartet. In 348 Meter Höhe über Grund klinkte das Schleppseil aus, Zeugen beobachteten, wie das Flugzeug mehrere Kreise flog und der Pilot offenbar eine Thermik zum Aufsteigen suchte. Schließlich hatte er nur noch eine Flughöhe von etwa 200 Meter. Einen Augenblick später sahen Zeugen, wie das Flugzeug plötzlich senkrecht nach unten in den Wald stürzte. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät.

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