Dürnau Abschied von Pfarrer Steiner-Hilsenbeck

Ein musikbegeisterter Pfarrer: Bei seinem Abschiedsgottesdienst sang Klaus Steiner-Hilsenbeck (hinten li.) selbst im Chor mit.
Ein musikbegeisterter Pfarrer: Bei seinem Abschiedsgottesdienst sang Klaus Steiner-Hilsenbeck (hinten li.) selbst im Chor mit. © Foto: Inge Czemmel
Dürnau / INGE CZEMMEL 02.02.2015
Am Wochenende wurde Pfarrer Klaus Steiner-Hilsenbeck, der mehr als 20 Jahre die evangelischen Kirchengemeinden Dürnau und Gammelshausen betreut hat, in den Ruhestand verabschiedet.

Am Samstag ein bunter Abschiedsabend im Gammelshäuser Gemeindehaus, am Sonntag ein Abschiedsgottesdienst in der Dürnauer Cyriakuskirche - gleich zweimal wurde Abschied von Pfarrer Steiner-Hilsenbeck und seiner Familie gefeiert. Die Kirchenbänke waren alle besetzt, als der Posaunenchor den Abschiedsgottesdienst schwungvoll eröffnete. Der Abschiedsgottesdienst des musikaffinen Pfarrers, der selbst im Kirchenchor mitsingt, war von Musik geprägt. Der Kirchenchor erfüllte ihm den Wunsch nach dem "Mirjamlied" - ein Lied voll von überschäumender Freude am Ende der Knechtschaft. "Unsere Zeit in Dürnau war natürlich keine Knechtschaft", erklärte der scheidende Pfarrer augenzwinkernd. "Eine gewisse Befreiung bringt der Ruhestand aber schon mit sich." Für Gänsehautfeeling sorgte der Jugendchor "Chorlife". Chorleiterin Andrea Langenbuch dankte Steiner-Hilsenbeck für die gemeinsame Arbeit im Kinder- und Jugendchor.

"Eine Ära geht zu Ende", leitete Rolf Ulmer, Dekan des Kirchenbezirks Göppingen, seine Grußworte ein. Er verriet, dass er in Steiner-Hilsenbecks Personalakte weder Skandale noch Beschwerden entdecken konnte, dafür aber einen hohen Stapel an Fortbildungsanträgen. Steiner-Hilsenbeck habe seinen Horizont kontinuierlich erweitert und hinterlasse nun ein bestelltes Haus und eine stabile Gemeinde. Der katholische Kollege Eugen Batscho dankte auf amüsante Art für das wohltuende brüderliche Miteinander und den ökumenischen Gleichschritt. "Dankeschön", sagten auch Schuldekanin Annette Leube und Tobias Schart, Pfarrer der Nachbargemeinde Bad Boll. Dürnaus Bürgermeister Friedrich Buchmaier lobte: "Unser gemeinsamer Nenner waren stets unsere Mitmenschen und ihr Wohl." Liebe Abschiedsworte fanden auch Hans Eitle vom Kirchengemeinderat und der Kirchenmusiker Friedrich Maier.

Beim bunten Abend in Gammelshausen würdigte Bürgermeister Daniel Kohl Steiner-Hilsenbeck als Menschenfreund und Brückenbauer, musikalisch gab er ihm die Botschaft "Mit 65 Jahren da fängt das Leben an" mit auf den Weg - und beim Refrain auch die 150 Gäste. Die Kirchengemeinderäte Hans Eitle und Walter Krummrein bespiegelten als Straßenkehrer die Amtszeit des Pfarrers, es gab Beiträge und Grußworte von Kinderkirche, Kirchenchor, dem Lehrerinnen-Kollegium und Walter Scheck, Mitstreiter von Steiner-Hilsenbeck beim Kabarett "Pfaffenpfeffer".

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