Bad Boll Abschied von „Monsieur Handball“

Die Trauerfeier für den verstorbenen Bernhard Kempa fand in der Stiftskirche Bad Boll statt.
Die Trauerfeier für den verstorbenen Bernhard Kempa fand in der Stiftskirche Bad Boll statt. © Foto: Giacinto Carlucci
Bad Boll / SWP 29.07.2017
Abschied von einem herausragenden Sportler und einer Persönlichkeit aus dem Landkreis nahm am Freitag eine große Trauergemeinde in der Stiftskirche von Bad Boll.

Sein Name steht in der Hall of Fame des deutschen Sports. Abschied von einem herausragenden Sportler und einer Persönlichkeit aus dem Landkreis nahm am Freitag eine große Trauergemeinde in der Stiftskirche von Bad Boll. Abschied in Dankbarkeit und Zuversicht, sagte Pfarrer Tobias Schart. Immer gut gelaunt und frohen Herzens, so habe man Kempa gekannt. Für den Sportler und gläubigen Katholiken fand Schart ein Wort des Apostels Paulus: „Lauft so, dass ihr den Siegerkranz gewinnt. Lebt so.“ Handball-Präsident Andreas Michelmann nannte den erfolgreichen Spieler, Trainer und Erfinder des Kempa-Tricks „eine der bedeutendsten Persönlichen unserer Sportart“.  Landrat Edgar Wolff würdigte das besondere Lebenswerk Kempas als Spieler, Spielidol, Handball-Legende. Auf ihn treffe dass persische Sprichwort zu: „Der ist nicht wirklich tot, der einen guten Namen hinterlässt.“ Kempa sei in der Nachkriegszeit auch eine große Integrationsfigur gewesen, sagte Göppingens Erste Bürgermeisterin Almut Cobet. Er habe das sportliche Wir-Gefühl erzeugt  und Göppingens Sportgeschichte geprägt. Weggefährten aus alten Frisch Auf-Zeiten erwiesen Kempa die letzte Ehre: Werner Bosch, Horst und Erwin Singer, Heinz Stellwag, Armin Emrich, Wolfgang Don, Hans Brodbeck, Bernhard Bauer, Ekke Hoffmann.  „Es war ein würdiger Abschied“, freut sich Frisch Auf-Präsident Thomas Lander. „Ohne Kempa wäre Frisch Auf nie das geworden, was er heute ist.“