Müll Abfallgebühren sind künftig mengenabhängig

Joa Schmid 11.12.2017
Der Kreistag hat  finanzielle Anreize für die Müllvermeidung und -trennung beschlossen.

Müll zu trennen, soll sich künftig auch finanziell bezahlt machen. Deshalb werden die Abfallgebühren künftig anders berechnet. Das hat der Göppinger Kreistag  im Zuge der Neufestsetzung der Abfallgebühren in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen beschlossen. Das Kreis-Parlament folgte damit der Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr. Wer seinen Mülleimer nur noch alle vier statt alle zwei Wochen leeren lässt, kann bares Geld sparen. Für manche Haushalte wird’s je nach Kombination um mehr als 20 Euro billiger, für andere um 14 Euro teurer. Das liegt daran, dass die Jahresgebühren sinken, die Gebühren für die Leerung der Mülleimer aber steigen. Mit dieser erzieherischen Maßnahme will der Landkreis die Bürger dazu anhalten, mehr Müll zu vermeiden und mehr Müll zu trennen. Auch die Nutzung des vor zwei Jahren eingeführten Biobeutels soll damit attraktiver gemacht werden.

Bisher setzen sich die Gesamtkosten aus 60 Prozent Jahresgebühr und 40 Prozent Leergebühr zusammen. Künftig soll es genau umgekehrt sein.  Dann sinkt die Jahresgebühr um rund ein Drittel. Bei einem Vier- und Mehrpersonenhaushalt macht das fast 40 Euro jährlich aus.  Der Anteil der Leerungsgebühr steigt dagegen um 50 Prozent.

„Damit erhöhen sich die Einsparmöglichkeiten beim Umstieg auf die vierwöchentliche Abfuhr und der Nutzung des Biobeutels deutlich“, heißt es dazu von Seiten des Abfallwirtschaftsbetriebs. Dort wird erwartet, dass aufgrund der geänderten Kalkulation mehr Müll vermieden und verwertet wird. Die Anlieferungsmengen am Müllofen würden sinken. Im Zuge der Gebührenumverteilung werden auch die Kosten für den Biobeutel gesenkt. Zehn Stück à 15 Liter kosten künftig nur noch 3  statt 5 Euro, zehn Stück à 7,5 Liter 1,50 statt 2,50 Euro.