Pläne „Wir könnten schon die Hälfte verkaufen“

Zell u. A / Jürgen Schäfer 09.06.2018

Der Zeller Gemeinderat hat jetzt auch formal beschlossen, am Ortseingang aus Richtung Bad Boll ein neues Baugebiet anzugehen. Möglich macht’s ein neues Gesetz, das kaum Voraussetzungen verlangt. An der Göppinger Straße und im Rückraum soll ein drei Hektar großes Baugebiet entstehen, das zum Ortseingang aufschließt.

Wenn denn die privaten Eigentümer mitspielen. Bürgermeister Werner Link will sich Mitte Juli mit ihnen treffen. Er wird auch fragen: Wie stehen sie zum „Aufkaufmodell“? Die Gemeinde will die Flächen aufkaufen und könnte sie dann nach ihren Vorstellungen vergeben: an Einheimische oder frühere Zeller, die zurückkehren wollen. An junge Familien. Die Kriterien gälte es noch festzulegen. So habe man es auch im Baugebiet Streichbett gemacht, stellte der Schultes klar, sofern die Gemeinde dort eigene Bauplätze hatte. Wie es sich anlässt: „Es gab schon erste Termine mit Grundstückseigentümern die bereit sind zur Umlegung“, berichtete Link. Er habe auch schon eine ganze Reihe Vormerkungen für Bauplätze. „Wir könnten schon die Hälfte verkaufen.“

Das Bürgerforum stimmte dagegen. Auch wenn sie den Bedarf an Wohnraum durchaus sehe, stehe sie dem Verfahren sehr kritisch gegenüber, am Flächennutzungsplan vorbei weiteres Bauland auszuweisen, sagt die Fraktion. Man habe im Flächennutzungsplan in naher Zukunft schon eine große Fläche. Und wenn schon ein zusätzliches Baugebiet, so Hans-Ulrich Lay, dann solle es mehr Mehrfamilienhäuser bringen als im aktuellen Entwurf. „Dass man wirklich mehr Wohnraum schafft.“ Das sei der Sinn des neuen Gesetzes.

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