A 8 „Wir haben auch ein Recht auf Schutz“

Hohenstadt / Thomas Hehn 09.11.2018

Mit Erstaunen und Unverständnis hat der Hohenstadter Gemeinderat auf die Entscheidung des Umwelt- und Verkehrsausschusses (UVA) des Kreistags reagiert, in welcher der UVA  die erneute Prüfung der modifizierten K-Trasse beim Bau des neuen Albaufstieges der A 8 fordert. In einer am Dienstag einstimmig verabschiedeten Stellungnahme erinnert der Gemeinderat daran, dass Hohenstadt bereits durch den Bau der Neubaustrecke der Bahn stark belastet sei. Unter anderem habe man sehr viele Grundstücke insbesondere für Ausgleichsflächen hergeben müssen. Hier trage die Albgemeinde schon heute die Last für die Allgemeinheit – auch für die umliegenden Gemeinden.

Die K-18-Trasse kommt für die  Hohenstadter nicht in Frage, weil in diesem Fall die A 8 bis Widderstall um vier Fahrspuren erweitert wird. Damit würde die Lärmbelastung für Hohenstadt um ein Vielfaches ansteigen. Der dadurch erforderliche Bau einer Lärmschutzwand auf der gesamten Strecke wäre ein großer Kostenfaktor. Außerdem müsste die Autobahn um die große Deponie aus dem Abraum des Tunnels der Schnellbahntrasse herumgeführt werden, was weitere Kosten verursache.

Die Hohenstadter fürchten zudem, dass ihre Ortsdurchfahrt bei Staus auf der K-18-Trasse durch den Umleitungsverkehr weiterhin stark belastet wird. „Bei allem Verständnis für die Sorgen der betroffenen Einwohner bei einem Bau der E-Trasse“ betont das Gremium, dass „auch die Menschen in Hohenstadt ein Recht auf Schutz haben“. Deshalb plädiert der Rat klar „für die E-Trasse, die für Hohenstadt die beste Lösung ist“. In diesem Zusammenhang fordert das Gremium die Mitglieder des Kreistags auf, bei ihren Beratungen „auch die Belange der Einwohnerschaft aus Hohenstadt zu berücksichtigen.“

Info Das Planfeststellungsverfahren zum Albaufstieg ist heute ein Tagesordnungspunkt der Sitzung des Kreistags ab 14 Uhr in der Stadthalle Göppingen.

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