Bad Ditzenbach Ditzenbach erhöht Grund- und Gewerbesteuer

Das ehemalige katholische Gemeindezentrum in Bad Ditzenbach wird zum Bürgerhaus umgebaut Foto: Markus Sontheimer
Das ehemalige katholische Gemeindezentrum in Bad Ditzenbach wird zum Bürgerhaus umgebaut Foto: Markus Sontheimer © Foto: Markus Sontheimer
Bad Ditzenbach / Stefanie Schmidt 07.11.2018
Die Haushaltsbilanz Bad Ditzenbachs könnte schon im kommenden Jahr ins Minus rutschen, befürchtet Bürgermeister Herbert Juhn. Steuererhöhungen sollen die Finanzen stabilisieren.

Ab 1. Januar 2019 müssen Gewerbetreibende und Grundstücksbesitzer in Bad Ditzenbach mehr Steuern bezahlen. Dies hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Die Hebesätze für Grundsteuer A und Grundsteuer B werden um jeweils 20 Punkte auf 380 beziehungsweise 400 Punkte angehoben; der Hebesatz für die Gewerbesteuer steigt um zehn Punkte auf 380. Die letzte Erhöhung gab es vor drei Jahren.

2021 soll es eine weitere Erhöhung geben: der Grundsteuer A auf 400 Punkte, der Grundsteuer B auf 420 und der Gewerbesteuer auf 390.

Bürgermeister Herbert Juhn führte für die Steuerhöhung drei Gründe an:

● Die Gemeinde stellt ab Januar auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NHKR) um: Dies bedeute, dass die Gemeinde in Zukunft auch Abschreibungen – zum Beispiel die jährliche Wertminderung von Straßen und Kanälen – erwirtschaften müsse.

● Der Landkreis plant, die Kreisumlage zu erhöhen, was eine zusätzliche Belastung für die Kommunen bedeute.

● Die Verwaltung will im Februar für den Neubau des Kindergartens Mittel aus dem Ausgleichstock des Landes beantragen. Gemeinden mit höheren Hebesätzen hätten größere Chance, eine Förderung zu erhalten.

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Die anstehenden Investitionen in Bad Ditzenbach

Aufgaben, für die bereits Verpflichtungen bestehen (insgesamt 4,8 Millionen Euro):

● Straßenbau im Gosbacher Gewerbegebiet Sänder Nord (1 Million Euro)
● Neuer Feinbelag im Gewerbegebiet Steiningen (30 000 Euro) und im Baugebiet Gosbach-Mitte Süd (30 000 Euro)
● Neubau des Kindergartens (3,5 Millionen Euro)
● Vereinszuschüsse (40 000 Euro)
● Umlagen für den Schulverband Oberes Filstal (15 000 Euro), den Verband Region Stuttgart (2000 Euro) und den Verband Region Schwäbische Alb (10 000 Euro)
● Ordentliche Tilgung (140 000 Euro)

Ausgaben für Pflichtaufgaben, die noch nicht beschlossen sind (rund 2,5 Millionen Euro):

● Sanierung und Digitalisierung der Hiltenburgschule (zwischen 500 000 und 1 Million Euro) sowie weitere Sanierungen wegen Brandschutz (noch keine Kostenschätzung)
● Erneuerung beziehungsweise Austausch der Heizungsanlagen im Feuerwehrhaus (100 000 Euro) und der Turnhalle (50 000 Euro)
● Zuschüsse für den katholischen Kindergarten in Gosbach (noch keine Kostenschätzung)
● Modernisierung des Bürgerhauses (300 000)
●Straßensanierungen (1 Million Euro)

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