Jubiläum „Miteinander reden“ als Grundlage für glückliche Ehe

Lobheide und Helmut Röther in ihrem Garten.
Lobheide und Helmut Röther in ihrem Garten. © Foto: Sabine Ackermann
Göppingen / swp 25.07.2018

Wie in einem Gewächshaus sieht´s im Wintergarten des Jubelpaars aus. „Wir ernähren uns viel aus dem eigenen Garten“, verraten Lobheide und Helmut Röther und sind sich auch in der Pflege und Ernte ihrer Feigen, Gurken und Tomaten – wie in allen Dingen – einig: Wir machen alles zusammen. Bei beidseitiger bester Gesundheit wird an drei Tagen im Familienkreis gefeier: Am 25. Juli 1958 gaben sie sich das Jawort im Standesamt und am Tag danach in der Oberhofenkirche.

Helmut Röther ist ein echter Göppinger, arbeitete vier Jahrzehnte lang „in seiner zweiten Heimat“ bei der Firma Märklin. Bevor er dort allerdings mit 15 Jahren seine Lehre als Werkzeugmacher beginnen konnte, musste er sich davor ein Jahr lang als Hilfsarbeiter bewähren. „Die nahmen damals nicht jeden, es war echt schwierig reinzukommen“, erinnert sich der 83-jährige, der in der Abendschule seinen Techniker machte und später Leiter der Entwicklungsabteilung in der Versuchswerkstatt wurde. Trotzdem wagte er 1988 den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete in Oberwälden sein eigenes Konstruktionsbüro. Heute sei er Hausmann – vom Dach bis zum Keller, scherzt Helmut Röther, der freilich immer wieder in seinem Büro vorbeischaut. Lobheide Röther stammt aus Schwarzheide im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden des Landes Brandenburg und kam mit etwa fünf Jahren, wie sie sagt „mit Sack und Pack“, nach Göppingen, wo sie anfangs im Apostelhotel wohnten. 1969 und 1973 kamen die Töchter Diana und Sylvia zur Welt, die ihnen insgesamt vier Enkelkinder schenkten. Die 77-Jährige hat ihre Ausbildung als Verkäuferin beim ehemaligen Haushaltswarengeschäft Guberan gemacht und von 1967 bis 72 in der Doppelgarage im eigenen Haus in Oberwälden eine kleine Edeka-Filiale geleitet. Weil es seinerzeit im Haus kein Telefon gab, bestellte ihr Mann sämtliche Waren noch vor der Arbeit in einer öffentlichen Telefonzelle, berichten sie von der arbeitsintensiven Zeit. „Miteinander reden“, nennen beide die Grundlage für ihre glückliche Ehe und bestätigen sich gegenseitig, dass sie es mit dem jeweiligen Partner gut getroffen haben.

Neben der heimischen Natur hören sie zudem gerne Klassik, Arien von Mario Lanza oder Rudolf Schock oder schauen alte Filmschnulzen. „Wir waren aber auch schon vier Wochen in Fort Lauderdale in Amerika und hängten wegen des Vulkanausbruchs des Eyjafjallajökull in Island noch kurzerhand zwei Wochen Chicago an“, berichten sie.

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