Sperrung Fünf Monate Baustelle in Boller Ortsmitte

Blick in die Ortsdurchfahrt von Bad Boll. In der Badstraße geht im nächsten Frühjahr nichts mehr. Die Verbindung nach Dürnau bleibt aber offen.
Blick in die Ortsdurchfahrt von Bad Boll. In der Badstraße geht im nächsten Frühjahr nichts mehr. Die Verbindung nach Dürnau bleibt aber offen. © Foto: Jürgen Schäfer
Bad Boll / Jürgen Schäfer 05.10.2017
Die Bad Boller müssen sich auf fünfeinhalb Monate  Baustelle in der Ortsmitte einstellen. Ab Februar 2018 soll die Ortsdurchfahrt saniert werden.

Eine schwierige Baustelle kommt auf die Bad Boller im nächsten Jahr zu. Die Ortsdurchfahrt zwischen den Einmündungen Gruibinger Straße und An der Wette wird saniert. Das heißt Vollsperrung im zentralen Abschnitt. Glück im Unglück: Es bleibt immer eine innerörtliche Verbindung. Die Straße An der Wette, die zur Hauptstraße und weiter nach Sehningen führt, ist immer offen. Sie wird für eine gewisse Zeit zum Nadelöhr, weil sie dann Verkehr aus beiden Richtungen aufnehmen muss. Nämlich dann, wenn die Ortsdurchfahrt zwischen der Hauptstraße und der Wette einen neuen Belag erhält. Das soll in den Pfingstferien geschehen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Glück auch, dass in diesem Abschnitt nur ein neuer Belag notwendig ist.

Im größeren Teil der kurvenreichen Ortsmitte muss auch der Unterbau der Straße neu hergestellt werden. Dies erläuterte Verbandsbaumeister Wolfgang Scheiring im Gemeinderat. Auf 300 Metern Länge muss man an Kanal und Wasserleitung ran. Sodann wird die Bushaltestelle an der Gruibinger Straße barrierefrei hergestellt. Bei einer zweiten Haltestelle, direkt an der Kirche, muss man sich noch schlüssig werden, was zu tun ist. Auch die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Leerrohre für die Breitbandverkabelung werden eingelegt. 1,1 Millionen Euro kostet der Ausbau auf insgesamt 450 Metern Länge. Daran beteiligt sich der Landkreis als Eigentümer der Straße. 300 000 Euro sind bereitgestellt.

Losgehen soll es Ende Februar, in der Hoffnung auf taugliches Wetter, in einem mittleren Abschnitt. Zwischen der Einmündung Hauptstraße, die befahrbar bleibt, und dem Friedhofweg wird die Straße zur Baustelle. Dabei wird auch die Einmündung im Blumhardtweg gerichtet. Die Einmündung wird aufgeweitet, so Scheiring, und der Gehweg auf die Nordseite verlegt. Dort ist seit Jahr und Tag ein Gehweg-Provisorium mit Schwellen aufgenagelt. Man kann den Gehweg später weiterführen, sagt Bürgermeister Hans-Rudi Bührle. Die Baustelle geht nur ein Stück weit in den Blumhardtweg rein. Der ist als Holperstrecke in letzter Zeit schon zur Sprache gekommen. Auch jetzt hakte Dorothee Kraus-Prause ein: „Am Blumhardtweg ist es eine unbefriedigende Situation. Die Leute laufen dort zur Seniorenwohnanlage.“

Wie man die fünfeinhalb oder auch sechs Monate Bauzeit sehen muss: „Sportlich“ und „knackig“ nennen das Bürgermeister Bührle und Verbandsbaumeister Scheiring angesichts des Pensums für die Straßenbauer. Es bleibt nach Freigabe der Straße im August auch noch ein Rest Wasserleitung im Friedhofweg zu machen.

Die Baustelle mitten im Ort, an einer wichtigen Verkehrsader sei keine einfache Geschichte, sondern eine OP am offenen Herzen, sagt der Schultes. „Der Patient soll am Leben bleiben.“ Es hängen auch viele Geschäfte und Betriebe an dieser Lebensader, sagt Scheiring. Immerhin soll der Verkehr in der kompletten Hauptstraße und der Ringverkehr Hauptstraße-Dürnauer Straße Straße- An der Wette bis auf die Pfingstferien aufrecht erhalten bleiben.

Abgestimmt ist diese Großbaustelle mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Heiningen. Man sei in einer gewissen Abhängigkeit, so Scheiring, auch wegen des Busverkehrs. Es gilt: Die Ortsdurchfahrt Bad Boll soll in der ersten Augustwoche fertig werden, dann kann Heiningen die Bezgenrieter Straße zumachen. Es soll immer eine Querverbindung offenbleiben: von Bezgenriet nach Eschenbach durch Heiningen oder von Bad Boll nach Dürnau und Gammelshausen.