Schlierbach "Grundsolider Haushalt"

Schlierbach / VOLKMAR SCHREIER 27.11.2014
Die Schlierbacher Gemeindefinanzen sind solide, Schulden hat die Gemeinde keine, und Ende 2015 soll die Rücklage nochmals angewachsen sein.

Traditionell ist das Prozedere zur Festlegung des Haushalts für das Folgejahr im Schlierbacher Gemeinderat eng getaktet, soll doch der Haushalt jeweils noch im Dezember verabschiedet werden. Der knappe Zeitplan sorgte allerdings unter den Gemeinderäten wieder für Kritik, weil sie nicht genügend Zeit hätten, den Plan gewissenhaft durchzuarbeiten.

Über den Planentwurf 2015 selbst wurde auch gesprochen. "Nach unserer Einschätzung ist das ein grundsolider Haushalt", stellte Kurt Moll in seiner Stellungnahme für die CDU-Fraktion fest. "Wir stemmen im Jahr 2015 zwei große Vorhaben: Umbau und Sanierung der Dorfwiesenhalle sowie die Renaturierung des Sees - und das ohne Kreditaufnahme oder Rücklagenentnahme." Das die Gemeinde dies tun könne, sei ein Ergebnis solider Haushaltspolitik. Die CDU-Fraktion beantragt unter anderem, eine "Bürgerstiftung Schlierbach" zu errichten, wobei die Gemeinde einen Grundstock von 20 000 Euro einbringen soll.

"Es ist gut, dass wir schuldenfrei sind", schloss sich Jörn Feldsieper in seiner Stellungnahme für die FUW-Fraktion seinem Vorredner an und bewertete das vorgelegte Zahlenwerk ebenfalls positiv. Dennoch richtete er den Blick auf zukünftige Entwicklungen und mahnte: "Wir müssen weiterhin in guten Zeiten für die schlechten Zeiten vorsorgen."

Auch die FUW-Fraktion wartete mit einer Anzahl von Anträgen auf. So sollen die Parkplätze in der Tiefgarage unter dem Rathausvorplatz zu ortsüblichen Preisen vermietet werden. Um Bewegungsmangel vorzubeugen sollen 25 000 Euro für die Beschaffung von Geräten für einen Bewegungsparcours entlang des Baches zwischen See und der Seniorenanlage eingestellt werden. Und um die Arbeit des neu formierten AK Asyl zu unterstützen, möchte die FUW 10 000 Euro bereitstellen, um eine zeitlich befristete 450-Euro-Stelle einzurichten.

Über den Haushalt 2015 soll in der Gemeinderatssitzung Mitte Dezember abgestimmt werden.