Zukunft „Glücksfall für Lauterstein“

Dem Lautersteiner Gemeinderat wurde die Planung für das Seniorenpflegeheim in Nenningen vorgestelllt.
Dem Lautersteiner Gemeinderat wurde die Planung für das Seniorenpflegeheim in Nenningen vorgestelllt. © Foto: Claudia Burst
Nenningen / Claudia Burst 03.08.2018

In Nenningen wird ein Seniorenpflegeheim gebaut. Und zwar so schnell wie möglich. Einen passenden Platz dafür gibt es, Bauherr und Betreiber – in Personalunion – stehen fest, ihrem Baugesuch gaben die Gemeinderäte in ihrer vergangenen Sitzung grünes Licht. Und weil für den vorher gewerblich genutzten Platz die Änderung des Bebauungsplans notwendig war, um die bestehenden Vorgaben an aktuelle Bedürfnisse anzupassen, stimmten die Gemeinderäte auch dafür einmütig zu.

Der Bauplatz für das geplante Pflegeheim befindet sich an der innerörtlichen Brache an der Hauptstraße in Höhe des Hauses Nummer 76, im rückwärtigen Bereich in Richtung Radweg und Lauter. Die Einrichtung soll 60 Pflegeplätze vorhalten plus sechs Wohnungen für Betreutes Wohnen. Bürgermeister Michael Lenz bezeichnete das Vorhaben als „Glücksfall für Lauterstein“ und freute sich vor allem darüber, dass mit der „Werner Hand in Hand GmbH“ ein kompetenter Bauherr gefunden wurde, der das Pflegeheim im Anschluss selbst betreibt und für beides das nötige Know-How aufweise.

Die Gemeinderäte hatten sich im Vorfeld intensiv mit den Plänen befasst. Unter anderem besuchten sie das bereits bestehende Pflegeheim der Familie Werner in Königsbronn-Itzelberg und unterhielten sich dort mit Bewohnern, Mitarbeitern und der Hausleitung. Architekt und Mit-Bauherr Paul Werner erläuterte in der Ratssitzung nochmals die Konzeption des Hauses und stellte sich den teils kritischen Fragen. Karl-Heinz Auer  wollte wissen, wo der Anlieferverkehr wenden könne. Es habe Platz zum Wenden für Transporter-Größen und Platz genug für zwei Fahrzeuge, um aneinander vorbeizufahren. Allerdings müssten dreiachsige Fahrzeuge tatsächlich rückwärts rangieren, wenden sei nicht möglich, musste Werner bekennen.

Hildegard Krieg wollte wissen, ob es noch Platz für die ursprünglich angedachte Caféteria oder eine Arztpraxis gebe. Falls ein Arzt Interesse an einer Praxis habe, gebe es Platz, diese anzubauen, erklärte Werner. Außerdem habe ein Arzt die Möglichkeit, im Haus stundenweise ein geeignetes Zimmer zu nutzen.  Ein gastronomisches Café sei nicht geplant, aber die Besucher seien im Begegnungsraum willkommen, in dem es ebenfalls Kaffee und Kuchen gebe. Kriegs Frage nach Schallschutz in Richtung B 466 beantwortete er mit dem Hinweis auf dreifache Schallschutz-Beglasung sämtlicher Fenster im Haus.

Dem Einwand von Michael Lang, ob im kleinen Lauterstein ein Haus mit 60 Plätzen nicht überdimensioniert sei, widersprach Paul Werner: Bei einer Erhebung des Bedarfs sei das Umfeld eingerechnet worden. „Das ist eine wirtschaftliche Konzeption, die sich rechnet und im Endeffekt den Bewohnern zugute kommt, weil man alles viel großzügiger planen kann. Wir rechnen mit Vollbelegung nach spätestens einem Jahr.“ Gemeinderat Wolfgang Pfeffer lobte das vorgestellte Gesamtkonzept als „sehr gelungen und als Bereicherung für Lauterstein.“

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