Schule „Genügend Platz zum Lernen“

Bad Ditzenbach / Ilja Siegemund 17.05.2018

 84 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Klasse lernen derzeit in der Hiltenburgschule in Bad Ditzenbach in vier der sieben vorhandenen Klassenzimmer. Wie berichtet, könnten in den nächsten Jahren mehr Kinder eingeschult werden, sodass es künftig sechs Klassen geben könnte. Anders als in der GEISLINGER ZEITUNG zunächst berichtet, herrsche jedoch keine Platznot, betont Rektorin Judith Ludwig nun. „Wir haben sieben Klassenzimmer – die reichen aus.“ Davon überzeugten sich die Gemeinderäte Bad Ditzenbachs am Dienstagabend in der Schule.

Raumbedarf besteht künftig jedoch hinsichtlich der Betreuung, der sogenannten verlässlichen Grundschule. Dieses Angebot nutzen derzeit 42 Kinder. Sollten einmal sechs Klassen gebildet werden, würden diese sechs der sieben vorhandenen Unterrichtsräume belegen, und die verlässliche Grundschule erhielte dann den letzten verfügbaren Klassenraum der Hiltenburgschule. Dieser letzte und siebte Raum sei aber für den Unterricht sinnvoll, betont Judith Ludwig: „Ein siebter Raum ist immer gut, wenn man einen zum Ausweichen benötigt“, erklärt sie. Das sei bei der sogenannten Differenzierung nötig, wenn beispielsweise eine bestehende Klasse in zwei Gruppen unterteilt wird, um diese gezielter und unabhängig voneinander zu fördern. Aber auch für Experimente im Sachunterricht sei ein freier Raum bei sechs belegten Klassenzimmern hilfreich. „Wir können dann Versuche aufbauen, bevor die Schüler da sind und sie mit ihnen in dem zusätzlichen Raum durchführen“, ergänzt die Rektorin.

Deshalb sei es auf lange Sicht hilfreich, wenn die verlässliche Grundschule ausgegliedert werden könnte: in den Mühlenkindergarten beispielsweise. Wie berichtet, könnte das Gebäude des bisherigen Kindergartens bei einem Neubau an anderer Stelle nicht abgerissen, sondern sinnvoll genutzt werden. Diese Lösung wäre für die verlässliche Grundschule von Vorteil: „Denn ein Raum für 42 Kinder bietet nicht genügend Platz“, fügt Judith Ludwig hinzu.

Dass ihr die steigenden Schülerzahlen und somit der Platzbedarf Kopfzerbrechen bereitet, weist Judith Ludwig zurück. „Wir hatten auch schon mal acht Klassen hier“, sagt sie. Eine wurde in den Mühlenkindergarten ausgelagert und eine weitere lernte in dem Raum, in dem sich derzeit die verlässliche Grundschule befindet.